Willkommen in London, meine Damen und Herren - Eine der bedeutendsten Metropolen dieser Welt! Hier gibt es eine Menge zu Erleben für Jedermann, glauben Sie mir. Haben Sie sich schon den Big Ben angesehen? Haben Sie versucht, die Grenadier Guards vor dem Buckingham Palace zum Lachen zu bringen? Vielleicht gehören Sie auch zu der Art Touristen, die sich in diese Stadt verlieben und nie wieder gehen? Viele kamen in unsere Stadt, sie haben hier geliebt, gelebt, gelacht und gelitten. Hier gab es bereits tausende Geschichten und es wird noch etliche tausend weitere hier geben. Vielleicht gehört Ihre bald auch dazu? Die Steine der Straßen sind getränkt mit Tränen, Blut und Schweiß von all den Menschen, die hier wandelten. Londons Seiten sind nicht nur sonnig, meine Damen und Herren, nein, das sind sie wahrlich nicht. In der hiesigen Zeitung, The Chronicle - die größte unserer Stadt - lesen wir jeden Tag von den Verbrechen, die diverse Banden hier begehen. In den dunkelsten Gassen schleichen sie sich herum, aber nicht nur dort, selbst auf der Sonnenseite lassen sie sich blicken. Haben Sie den feinen Herren mit dem Anzug gesehen? Haben Sie gewusst, das er der Kopf einer der größten Banden hier ist? Sogar die Reichen unter uns tragen keine weiße Weste. Aber es ist schließlich gemeinhin bekannt, dass die wenigsten so unschuldig sind, wie sie sich geben, nicht wahr? Wobei, wenn man so darüber nachdenkt, was ist schon gut und was ist schlecht? Liegt die Beurteilung dessen nicht ganz im Auge des Betrachters? So zumindest versuchen Viele, die sich ihr Brot mit Machenschaften im sogenannten 'Schattengeschäft' verdienen, ihre Taten zu rechtfertigen. Und dennoch oder vielleicht gerade deshalb wollen wir doch immer an Diejenigen appellieren, die auf der Seite des Lichts wandeln und mit Optimismus und Positivität durchs Leben gehen, denn sind es nicht genau diese, die uns das Leben erst lebenswert machen? Nicht nur Menschen, natürlich, auch oder vielmehr vor allem ihre Taten vermögen es, unsere Geschichten mit Farbe zu füllen, mit Melodien, mit Zeilen des Lebens. Aber vorsichtig, meine Damen und Herren, wohin Sie auch gehen, seien Sie aufmerksam, denn jeder Schritt in dieser Stadt schreibt Geschichte. Wie wird sich die Ihrige gestalten?

Wir schreiben das Jahr 2019.
September bis Dezember




Xobor RPG; Szenentrennung

Real Life RPG - London

empfohlen ab 18 / L3S3V3

Seit Oktober 2018


#136

RE: WELCOME TO LONDON

in APPLICATION 05.10.2019 11:18
von Alistair McCallum | 1.379 Beiträge





Du befindest dich in einem wunderschönen alten Gebäude mitten im Herzen Londons. Unter deinen Füßen hallt der steinerne Boden bei jedem deiner Schritte nach und die mit edlem Holz vertäfelten Wände zeigen eingravierte Momente aus hunderten verschiedenen Leben. Eines Tages wird auch deine Geschichte hier stehen, da bist du dir sicher. Zu deiner Linken befindet sich die Verwaltung. Hierhin solltest du dich wohl wenden, wenn dir Fragen jeglicher Art auf dem Herzen liegen. Daneben hängen an einer Pinnwand Vermisstenanzeigen. Rechts von dir siehst du ein großes Schwarzes Brett. Alle Namen und dazugehörigen Passbilder sind hier angebracht. Du läufst weiter. Ein Schritt nach dem anderen führt dich zu einer großen Dame, die hinter einem gewaltigen Schreibtisch sitzt und dich bereits zu erwarten scheint...


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[img]https://i.imgur.com/YWLzvow.png[/img][/center][style=float:left;margin:2px;][img]https://i.imgur.com/ojIvqFH.png[/img][/style][scroll][style=font-size:10px; text-transform: uppercase;][b]Die Frau blickt aus leicht zusammengekniffenen Augen zu dir herüber. Unter ihrem kalten Blick fühlst du dich beinahe wie ein Reh im Scheinwerferlicht. [i]"Wie sagten Sie noch gleich ist Ihr Name?"[/i], fragt sie schließlich und du schluckst.[/b][/style]
[right][background1][b][style=text-shadow: 0px 0px 3px #fff; text-transform: uppercase; font-size:14px]DEIN NAME[/style][/b][/background1][/right]

[style=font-size:10px; text-transform: uppercase;][b]Die Frau tippt etwas in ihren Computer, runzelt die Stirn und blickt wieder zu dir auf. [i]"Es scheint ein Problem mit dem System zu geben verraten Sie mir noch kurz Ihr derzeitiges Alter? Das wird bestimmt helfen."[/i][/b][/style]
[right][background1][b][style=text-shadow: 0px 0px 3px #fff; text-transform: uppercase; font-size:14px]DEIN ALTER[/style][/b][/background1][/right]
 
[style=font-size:10px; text-transform: uppercase;][b]Die Dame schiebt sich ihre Brille zurecht und mustert dich noch einmal genauer [i]"Interessant, durchaus interessant. Was sagten sie noch gleich machen sie beruflich?"[/i][/b][/style]
[right][background1][b][style=text-shadow: 0px 0px 3px #fff; text-transform: uppercase; font-size:14px]DEINE TÄTIGKEIT[/style][/b][/background1][/right]
 
[style=font-size:10px; text-transform: uppercase;][b]Wieder fliegen ihre Finger über ihre Tastatur und auch dieses Mal verfinstert sich ihre Miene. [i]"Das ist ja wieder typisch, irgendein Trottel hat all Ihre Daten gelöscht. Ich muss Sie wohl darum bitten mir alles Wichtige noch einmal zusammen zu fassen."[/i][/b][/style]
[right][background1][b][style=text-shadow: 0px 0px 3px #fff; text-transform: uppercase; font-size:14px]DEINE GESCHICHTE[/style][/b][/background1][/right]
[scroll][justify][style=font-size:11px]Bitte füge hier deine Lebensgeschichte ein; diese sollte mindestens 200 Wörter beinhalten und im Fließtext verfasst sein.[/style][/justify][/scroll]

[style=font-size:10px; text-transform: uppercase;][b]Die Frau nickt während sie deine Angaben dokumentiert und hebt schließlich ein weiteres Mal den Blick. Dann lacht sie auf einmal. [i]"Sagen sie mal, kann es sein, dass sie irgendjemandem sehr ähnlich sehen? Irgendwie kommen Sie mir bekannt vor!"[/i][/b][/style]
[right][background1][b][style=text-shadow: 0px 0px 3px #fff; text-transform: uppercase; font-size:14px]DEIN AVATAR[/style][/b][/background1][/right]
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[b][style=font-size:8px; text-transform: uppercase]Kann ggf. mit einem Gif präsentiert werden.[/style][/b][/center]
 
[style=font-size:10px; text-transform: uppercase;][b]Die Frau schmunzelt zufrieden und lehnt sich etwas nach vorne. [i]"Wusste ich es doch!"[/i] Daraufhin überlegt sie kurz, bevor sie sich stirnrunzelnd erneut an dich wendet. [i]"Verzeihen Sie, wenn diese Frage zu direkt erscheint, aber wissen Sie, es ist immer von Vorteil, wenn man etwas Anschluss hier in dieser großen Stadt hat. Gibt es da denn Jemanden?"[/i][/b][/style]
[right][background1][b][style=text-shadow: 0px 0px 3px #fff; text-transform: uppercase; font-size:14px]MELDEST DU DICH AUF EIN GESUCH? [ ] JA | [ ] NEIN[/style][/b][/background1][/right]
 
[style=font-size:10px; text-transform: uppercase;][b]Sie nickt leicht, ein freundliches Lächeln auf den Lippen. [i]"Es ist immer schön, wenn man Jemanden hat, der einem zur Seite steht. In London werden Sie mit Sicherheit viele davon finden. Nun habe ich nur noch eine Frage für Sie. Was war noch gleich die Schlagzeile der heutigen London Times?"[/i][/b][/style]
[right][background1][b][style=text-shadow: 0px 0px 3px #fff; text-transform: uppercase; font-size:14px]REGELPASSWORT[/style][/b][/background1][/right]
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#137

RE: WELCOME TO LONDON

in APPLICATION 05.10.2019 16:20
von Helena
avatar


Die Frau blickt aus leicht zusammengekniffenen Augen zu dir herüber. Unter ihrem kalten Blick fühlst du dich beinahe wie ein Reh im Scheinwerferlicht. "Wie sagten Sie noch gleich ist Ihr Name?", fragt sie schließlich und du schluckst.
Helena Cavendish


Die Frau tippt etwas in ihren Computer, runzelt die Stirn und blickt wieder zu dir auf. "Es scheint ein Problem mit dem System zu geben verraten Sie mir noch kurz Ihr derzeitiges Alter? Das wird bestimmt helfen."
Knapp 30, 1989 geboren.


Die Dame schiebt sich ihre Brille zurecht und mustert dich noch einmal genauer "Interessant, durchaus interessant. Was sagten sie noch gleich machen sie beruflich?"
Journalistin


Wieder fliegen ihre Finger über ihre Tastatur und auch dieses Mal verfinstert sich ihre Miene. "Das ist ja wieder typisch, irgendein Trottel hat all Ihre Daten gelöscht. Ich muss Sie wohl darum bitten mir alles Wichtige noch einmal zusammen zu fassen."
Öh... erfolgloser Versuch einer strukturierten Zusammenfassung

Helena ist alt genug, um sich an den Tag zu erinnern, als auf der anderen Seite der Welt die Türme fallen. Sie erinnert sich an die Art, wie ihre Mutter scharf den Atem ausstößt und den Zorn ihres Bruders. Sie erinnert sich daran, dass ihr Vater kaum noch zuhause ist und fast seine ganze Zeit bei der Arbeit verbringt, von der sie nicht wissen soll, worum es geht, weil sie zu jung sei, um es zu verstehen. Sie erinnert sich an die Alpträume, die sie sich nicht erklären kann und den Streit, den ihr Bruder tagelang mit den Eltern führt, weil er sich direkt von der Schule aus verpflichten will, aber ihre Mutter auf einem Studium besteht und mit altehrwürdigen Namen wie Cambridge gegen jugendlichen Trotz ankämpft. Am Ende ist die Tinte des Stempels auf seinem Zeugnis kaum richtig trocken, als er mit seiner Unterschrift Leib und Seele an die Britische Armee verkauft. So jedenfalls sieht sie es, die mehr und mehr ihren eigenen Weg zu finden beginnt. Schon in der Schule schreibt sie für die Schülerzeitung, und die Vorstellung, mit dem geschriebenen Wort die Welt zu ändern fasziniert sie. Sie ist neugierig und lässt sich nicht so leicht mit einfachen Erklärungen abspeisen. Wenn ihr eine Antwort nicht plausibel erscheint, stellt sie diese so lange auf die Probe, bis sie deren Wahrheitsgehalt selbst überprüft hat. Dass sie dabei mit zunehmendem Alter auch vor unangenehmen Fragen keinen Halt macht, empfinden nicht nur ihre Eltern, sondern auch ihre Lehrer als anstrengend. Nach ihrem Schulabschluss entscheidet sie sich PPE, einerseits eine konventionelle Entscheidung, die den Ansprüchen ihrer Familie genügt, weil der Studiengang so viele Karrierewege offenlässt. Gleichzeitig löst ihr Wunsch, Journalistin zu werden, jedoch Befremden aus, dem sie mit der Gleichgültigkeit eines Teenagers begegnet. Dann jedoch läuft der Tod ihres Bruders wie ein Riss durch ihr Leben und alles beginnt sich zu ändern. Sie schickt Artikel und Reportagen an verschiedene Tageszeitungen und Magazine, und wenn sie hin und wieder ihren Namen gedruckt auf dem Papier vor Augen hat, erfüllen sie Ehrgeiz und Stolz zu gleichen Anteilen. Aus ihren Träumen werden Pläne, immer konkreter, sie sieht sich beim Guardian oder außer Landes beim Time Magazine. Europa, Klimawandel, Nahostpolitik, Einwanderungsgesetze, die Drogenkartelle Mexikos - sie interessiert sich für alles und hat nicht vor, in der Lokalredaktion eines Käseblatts zu versauern. Trotzdem lässt sie sich von dem surrealen Lebensgefühl in Oxford verführen und bleibt nach dem Bachelor am Merton College. Als sie ihr Studium schließlich beendet, glaubt sie, die ganze Welt stünde ihr offen. Brotlose Kunst nennt ihr Vater ihre Leidenschaft für den Journalismus, nicht angemessen für ihre Herkunft. Noch heute geraten sie aufgrund extrem unterschiedlicher politischer Überzeugungen aneinander, obwohl sie schon lange auf eigenen Beinen steht und das Verhältnis zur älteren Generation ihrer Familie im besten Fall als angespannt bezeichnet werden kann. Dagegen versteht sie sich mit ihrer Cousine Emilia hervorragend, die ihren ganz eigenen Abnabelungsprozess vollzieht und für deren Essenskreationen sie jederzeit bereit ist, das Versuchskaninchen zu spielen. Inzwischen ist Emilia ausgerechnet mit Alistair McCallum verheiratet, dem Gründer einer ursprünglich kleinen Zeitung, die sich inzwischen ihren Platz auf dem hart umkämpften Markt der Periodika erobert hat. Und auch wenn Helena bereits früher als freie Journalistin den ein oder anderen Artikel für den Chronicle verfasst hat, kann sie jetzt aus eigener Erfahrung bestätigen, dass es nicht immer hilfreich ist, wenn es zwischen familiären und beruflichen Verbindungen Überschneidungen gibt.

Isaiah. Let’s all drink to the death of a clown. 60 GB of memories.

Sie ist 18 und der Tod ihres Bruders läuft wie ein Riss durch ihr Leben. Vorher und Nachher werden nicht sauber von einer Linie getrennt, nein, es ist eine Kluft mit schroffen Kanten, eine neue Grenze, die sich so ungerade durch alles zieht, dass der Alltag zu einem Minenfeld wird und selbstverständliche Kleinigkeiten plötzlich schmerzhaft sind. Sein Tod ist ein surreales Ereignis an einem Ort, den Helena nur von der Landkarte kennt, und die Art seines Sterbens ruft Bilder in ihrem Kopf hervor, über die sie mit niemandem sprechen kann. Es regnet als sie mit der Familie an seinem Grab in Kensal Green steht und der Wind reißt die Worte des Priesters davon wie das Herbstlaub, das von den Bäumen fällt. Zuhause geht ihre Mutter in der Trauerfeier auf wie die Königin der Nacht, nur dass ihr Auftritt natürlich länger währt als nur 48 Stunden. Der gediegen servierte Champagner schmeckt schal in Helenas Mund und ihr Lächeln tut ihr selbst weh. Sie kann nicht damit aufhören. Nach einer bedeutungsschwanger vorgetragenen Rede ziehen sich ihr Vater und ihr Onkel diskret nach nebenan zurück, und wenig später gesellen sich Männer zu ihnen, die ihren Bruder noch nicht einmal kannten. Das dunkle Eichenholz des Kaminzimmers schluckt alle Gespräche, es verrät nicht, was hinter den verschlossenen Türen vorgeht. Aber Helena stellt sich bernsteinfarbenen Whiskey in dicken Kristallgläsern vor, malt sich Worte aus, die den Tod ihres Bruders einbetten in das größere Gesamtbild und die politische Rahmenhandlung und am liebsten will sie mit den Fäusten gegen die Wand hämmern und schreien, dass sie kein Recht haben, Joshua für ihre Zwecke zu missbrauchen. Aber sie lächelt krampfhaft und verlogen weiter, lässt sich höflich nickend den Arm tätscheln und auch nach dem dritten Glas schmeckt der Champagner nicht besser. Am nächsten Tag wacht sie verweint und verfroren auf, sie hat das Gefühl, endlich erwachsen geworden zu sein und das Bett ihrer Kindheit erscheint ihr ebenso zu klein, wie das Leben, das sie bis dahin geführt hat. Noch vor dem Frühstück hat sie ihre Tasche gepackt, um zurück nach Oxford zu fahren, wild entschlossen, keinen weiteren Tag ihres ersten Semesters zu verpassen. Ihre Mutter ist entsetzt, aber Helena will nicht darauf warten, bis die Nelken und Lilien verwelkt sind, die Joshua ohnehin gehasst hätte. Sie will nicht darauf warten, dass es vorbei ist, weil es niemals vorbei sein wird. Während ihre Mutter zu viel redet, spricht ihr Vater kaum und ruft einen Fahrer mit einem dunklen Wagen, der sie zurück zum Merton College bringen soll. Stattdessen lässt sich Helena am Bahnhof Paddington absetzen und fährt mit dem Zug.

Es vergehen Wochen, ehe ihre Gefühlswelt nicht mehr einem ins Trudeln geratenen Flugzeug gleicht. Der Verlust hat sich zu einem betäubenden, dumpfen Schmerz entwickelt, der ihr Herz von innen heraus ausfranst und ihre Kommentare auf eine Art bissig werden lässt, die sie älter wirken lässt. Sie ist dabei, sich nicht zu ihrem Vorteil zu entwickeln, als sie Isaiah wiedertrifft, den besten Freund ihres Bruders, der im Gegensatz zu Joshua aus Afghanistan zurückgekommen, aber genauso wenig heil geblieben ist. Es könnte jene Art kitschige Begegnung sein, die sich Drehbuchschreiber für Vorabendserien ausdenken, damit alten Damen Tränen in die Augen steigen. In Wirklichkeit ist unangenehm das erste Wort, mit dem Helena die Begegnung beschreiben würde. Sie weiß nicht, wo sie hinschauen soll und ihr fällt nichts ein, worüber sie sich mit dem Mann unterhalten soll, der in ihrer Erinnerung mit dem jungenhaften Lachen ihres Bruders verknüpft ist und in eine Zeit gehört, als sie zu klein ist, um bei ihren Abenteuern mitspielen zu dürfen. Am Ende hat die Realität den einen das Leben, den anderen ein Bein gekostet, und Isaiah und Helena haben nichts gemeinsam außer Joshua, der wie ein Geist zwischen ihnen steht. Zum Abschied reicht Saiah ihr Joshuas iPod, den er all die Monate aufbewahrt hat, und plötzlich ist ihr Lächeln zum ersten Mal seit langem ehrlich. Trotzdem hätte Helena nicht erwartet, dass sie sich wiedersehen würden, und anfangs ist sie fast verärgert darüber, weil sie glaubt, dass Isaiah nur einer klischeehaften, unausgesprochenen Verpflichtung nachkommt, die er ihrem Bruder schuldig zu sein glaubt. In Wirklichkeit hat sie natürlich keine Ahnung was er glaubt oder von ihr hält, aber der lose Kontakt wächst ihr dennoch ans Herz und irgendwann hofft sie im Stillen, dass sie für ihn ebenso eine Brücke über den Riss zwischen dem Vorher und Nachher bildet, wie Isaiah das für sie geworden ist. Obwohl sie sich nicht für sentimental hält, wird der iPod zu einem ständigen Wegbegleiter. Sie spielt niemals neue Lieder auf, behält die Playlisten bei, die Joshua zusammengestellt und aufgespielt hat. 80 GB Musik, 80 GB Erinnerungen, 80 GB, in denen ihr Bruder in der Zeit eingefroren zu sein scheint. Erst an ihrem 24. Geburtstag wird ihr richtig klar, was das wirklich bedeutet, und es ist Isaiah, der für sie da ist.

Wusstest du, dass Friedhöfe Öffnungszeiten haben, und Mauern, die gar nicht so hoch sind, wie sie im ersten Moment aussehen?


Elliot. Truth is stranger than fiction. The magic of the written word.

Troja • You might want to move the cut between pov. A break is only effective if something important is said before and something equally important follows.

Im Grunde meldet sie sich nur aus einer Laune heraus auf der Plattform an. Sie hat nicht vor, Schriftstellerin zu werden, sie interessiert sich nicht für Fiktion, nur für Fakten. Aber sie hat erkannt, dass Fakten allein nicht ausreichen, dass Worte nicht nur der Vermittlung dienen, sondern etwas auslösen. Und sie will wissen, wie es funktioniert, obwohl sie sich natürlich einbildet, bereits mit Worten umgehen zu können. Also wählt sie einen Nickname, der ihr schon wenig später im Morgengrauen nicht mehr clever erscheint, und lädt eine Silhouette ihres Kopfes als Profilbild hoch. Am Anfang liest sie nur. Öffnet eine Flasche Wein und lacht über die Posts, die sie überfliegt. Verdreht die Augen, wenn sie etwas albern findet. Und sie findet vieles albern. Irgendwann kommentiert sie einen Beitrag, weil sie es wie im echten Leben auf Dauer nicht schafft, still zu sein. Aber sie entdeckt auch Dinge, die sie beeindrucken. Kurze Texte, die sie berühren. Fragmente, die sie innehalten lassen, und über die sie noch lange nachdenkt. So trifft sie ihn. Nicht im wortwörtlichen Sinn, sie begegnen sich zwischen den Zeilen, und obwohl Elliot natürlich etwas anderes behauptet, ist der erste private Kontakt von ihr ausgegangen. Sie schreiben sich Nachrichten, bei denen es anfangs fast nur um Texte geht. Er ist der Erste, den sie im Forum etwas von sich lesen lässt, wovor sie eine merkwürdige Scheu empfindet – was bizarr ist, sie hat niemals Hemmungen, ihre Aufsätze bei den Professoren einzureichen und einige ihrer kleinen Artikel wurden bereits veröffentlicht. Elliot schreibt ganz anders als sie, er denkt ganz anders als sie, und sein Blick auf die Welt fasziniert Helena. Als das Forum dann eingestellt wird, schreiben sich die beiden noch immer, und schon lange geht es um mehr als nur um Lob und Kritik. Es ist ein schleichender Prozess, in dem sie zu ihrer Überraschung feststellt, dass man einem Menschen niemals begegnet sein muss, um ihn einen Freund zu nennen und es keine Rolle spielt, dass sie nicht weiß, wie er aussieht. Die E-Mails sind zu einem festen Bestandteil ihrer Tage geworden, den Helena nicht mehr missen möchte. Nach und nach geben sie immer mehr von sich preis, teilen mit jeder Mail und jedem Brief ein bisschen mehr. Die Distanz zwischen ihnen schafft gleichzeitig Nähe, macht es leichter offen zu sein – sowohl wenn es darum geht, ehrlich zum anderen zu sein, als auch von der eigenen Geschichte zu berichten. Vielleicht liegt es daran, dass es ihr deshalb nach ihrer jahrelangen schriftlichen Freundschaft so leichtfällt, ihm die Leviten zu lesen, als er ihr sein Geheimnis beichtet, und sie ist so wütend, nicht auf ihn, sondern auf die Welt und die Umstände und eine nicht existente höhere Macht, wegen der er sich genötigt fühlt hat, sein Leben auf diese Weise zu führen.

Elliot, die Wahrheit ist niemals eine Beichte, schreibt sie zurück, niemand kann dir sagen, wie du dein Leben führen sollst, ich schon gar nicht. Aber ich glaube, dass auf lange Sicht die Wahrheit niemals so schmerzhaft ist wie eine Lüge. Ich weiß nicht, worauf du wartest, ob du noch wartest oder ob du glaubst, schon angekommen zu sein. Newsflash, du bist es noch nicht. Sag es ihr. Oder du wirst irgendwann zu einem von den Typen, die stur behaupten, keine andere Wahl gehabt zu haben, und wir wissen beide, dass das nicht stimmt. Man hat immer eine Wahl, das Leben ist eine einzige Aneinanderreihung von Entscheidungen. Das Einzige, was wir an unserer Zukunft nicht ändern können – wir alle sterben irgendwann. Aber wie und womit du dein Leben verbringst, liegt an dir. Nur weil eine Entscheidung nicht einfach ist oder mit Konsequenzen verbunden ist, die schwer zu ertragen sind, heißt nicht, dass man keine Wahl hat. Aber irgendwann wachen wir morgens ahnungslos auf und es ist der letzte Tag unseres Lebens. Sag es ihr. Sie denkt nicht noch einmal darüber nach, als sie auf Senden klickt, sie denkt noch nicht einmal darüber nach, ob sie vielleicht darüber nachdenken hätte sollen. Zum ersten Mal seit sie sich kennen, ist die Stimmung zwischen ihnen angespannt. Nicht, dass sie sich immer einig gewesen wären, im Gegenteil, aber zum ersten Mal geht es um etwas Persönliches, und obwohl irgendwann doch die Sorge in ihr aufzukeimen beginnt, dass Elliot vielleicht plötzlich nicht mehr zurückschreiben könnte, behält sie ihren Kurs bei. Denn aus ihrer Sicht ist sie ihm das schuldig, weil er ihr viel zu wichtig ist, als dass sie in diesem Punkt von ihrer Überzeugung abweichen könnte. Dass ihre Freundschaft diese Zeit aushält, ist ein Geschenk, für das Helena Elliot für immer dankbar sein wird. Und dass er nach London zieht, nachdem er die Verlobung mit seiner Freundin gelöst hat? Macht sie zu gleichen Teilen neugierig wie nervös, denn irgendwie hat sie nie darüber nachgedacht, was passieren würde, wenn sie sich im Reallife treffen sollten.

Troja • I disagree. Literature can do everything; you may write about everything. But - you have to ask yourself why you decided on your subject, and whether you did it justice.




Die Frau nickt während sie deine Angaben dokumentiert und hebt schließlich ein weiteres Mal den Blick. Dann lacht sie auf einmal. "Sagen sie mal, kann es sein, dass sie irgendjemandem sehr ähnlich sehen? Irgendwie kommen Sie mir bekannt vor!"
Janet Montgomery


Kann ggf. mit einem Gif präsentiert werden.


Die Frau schmunzelt zufrieden und lehnt sich etwas nach vorne. "Wusste ich es doch!" Daraufhin überlegt sie kurz, bevor sie sich stirnrunzelnd erneut an dich wendet. "Verzeihen Sie, wenn diese Frage zu direkt erscheint, aber wissen Sie, es ist immer von Vorteil, wenn man etwas Anschluss hier in dieser großen Stadt hat. Gibt es da denn Jemanden?"
MELDEST DU DICH AUF EIN GESUCH? [ x - Elliot Nash & eine bunte Chips-Tüte aus der Charakter-Präsentation ] JA | [ ] NEIN


Sie nickt leicht, ein freundliches Lächeln auf den Lippen. "Es ist immer schön, wenn man Jemanden hat, der einem zur Seite steht. In London werden Sie mit Sicherheit viele davon finden. Nun habe ich nur noch eine Frage für Sie. Was war noch gleich die Schlagzeile der heutigen London Times?"
Emilia hat es sich gekrallt

Mit Angabe des Regelpassworts bestätigst du, unsere Regeln gelesen und akzeptiert, sowie die Volljährigkeit erreicht zu haben.


Teamie Emilia McCallum kommt geflogen!
zuletzt bearbeitet 05.10.2019 16:32 | nach oben springen

#138

RE: WELCOME TO LONDON

in APPLICATION 05.10.2019 16:32
von Emilia McCallum | 2.104 Beiträge

Einen wunderschönen guten Tag

Ist es sehr parteiisch zu sagen, dass ich schon besonders gespannt auf diese Bewerbung war? Die Wahrheit ist es allemal und das Warten hat sich ohnehin gelohnt.
Deine Namen sind frei, der Avatar sowieso und das Passwort hat gestimmt. Von Elliot weiß ich zudem, dass er keinen Probepost benötigt. Damit kannst du direkt durch huschen, Cousinchen. Ich hole dich ab.
Die Koffer kannst du stehen lassen. @Alistair McCallum hats schließlich nicht nur im Kopf.

LG

- Em



Only then would they know a blessing in disguise.

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#139

RE: WELCOME TO LONDON

in APPLICATION 05.10.2019 16:58
von Emilia McCallum | 2.104 Beiträge





Du befindest dich in einem wunderschönen alten Gebäude mitten im Herzen Londons. Unter deinen Füßen hallt der steinerne Boden bei jedem deiner Schritte nach und die mit edlem Holz vertäfelten Wände zeigen eingravierte Momente aus hunderten verschiedenen Leben. Eines Tages wird auch deine Geschichte hier stehen, da bist du dir sicher. Zu deiner Linken befindet sich die Verwaltung. Hierhin solltest du dich wohl wenden, wenn dir Fragen jeglicher Art auf dem Herzen liegen. Daneben hängen an einer Pinnwand Vermisstenanzeigen. Rechts von dir siehst du ein großes Schwarzes Brett. Alle Namen und dazugehörigen Passbilder sind hier angebracht. Du läufst weiter. Ein Schritt nach dem anderen führt dich zu einer großen Dame, die hinter einem gewaltigen Schreibtisch sitzt und dich bereits zu erwarten scheint...


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[style=font-size:10px; text-transform: uppercase;][b]Die Frau tippt etwas in ihren Computer, runzelt die Stirn und blickt wieder zu dir auf. [i]"Es scheint ein Problem mit dem System zu geben verraten Sie mir noch kurz Ihr derzeitiges Alter? Das wird bestimmt helfen."[/i][/b][/style]
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[style=font-size:10px; text-transform: uppercase;][b]Wieder fliegen ihre Finger über ihre Tastatur und auch dieses Mal verfinstert sich ihre Miene. [i]"Das ist ja wieder typisch, irgendein Trottel hat all Ihre Daten gelöscht. Ich muss Sie wohl darum bitten mir alles Wichtige noch einmal zusammen zu fassen."[/i][/b][/style]
[right][background1][b][style=text-shadow: 0px 0px 3px #fff; text-transform: uppercase; font-size:14px]DEINE GESCHICHTE[/style][/b][/background1][/right]
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[style=font-size:10px; text-transform: uppercase;][b]Sie nickt leicht, ein freundliches Lächeln auf den Lippen. [i]"Es ist immer schön, wenn man Jemanden hat, der einem zur Seite steht. In London werden Sie mit Sicherheit viele davon finden. Nun habe ich nur noch eine Frage für Sie. Was war noch gleich die Schlagzeile der heutigen London Times?"[/i][/b][/style]
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#140

RE: WELCOME TO LONDON

in APPLICATION 05.10.2019 21:24
von xxx
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Die Frau blickt aus leicht zusammengekniffenen Augen zu dir herüber. Unter ihrem kalten Blick fühlst du dich beinahe wie ein Reh im Scheinwerferlicht. "Wie sagten Sie noch gleich ist Ihr Name?", fragt sie schließlich und du schluckst.
Danae Louise Bertrand


Die Frau tippt etwas in ihren Computer, runzelt die Stirn und blickt wieder zu dir auf. "Es scheint ein Problem mit dem System zu geben verraten Sie mir noch kurz Ihr derzeitiges Alter? Das wird bestimmt helfen."
31 Jahre, geboren am 21. Dezember 1988


Die Dame schiebt sich ihre Brille zurecht und mustert dich noch einmal genauer "Interessant, durchaus interessant. Was sagten sie noch gleich machen sie beruflich?"
Ich bin Agent beim MI5.


Wieder fliegen ihre Finger über ihre Tastatur und auch dieses Mal verfinstert sich ihre Miene. "Das ist ja wieder typisch, irgendein Trottel hat all Ihre Daten gelöscht. Ich muss Sie wohl darum bitten mir alles Wichtige noch einmal zusammen zu fassen."
DEINE GESCHICHTE

glass half empty, glass half full,- well either way you won't be going thirsty. Count your blessings, not your flaws.
London. Dieser Ort war schon immer ihr Zuhause. Vor 31 Jahren, - am 21. Dezember 1988- erblickte Danae das Licht der Welt. Sie war ein hübsches Baby, - zumindest erzählte man ihr das immer wieder. Ihre Augen, so sagte man, verstanden es schon damals, die Menschen in ihren Bann zu ziehen. Danae war jung, fröhlich, ein ganz normales Kind, dessen größte Schwäche für immer ihr blindes Vertrauen bleiben sollte. Die ersten Jahre ihres Lebens verliefen relativ unspektakulär. Sie verbrachte viel Zeit mit ihrer Familie und ihren Freunden. Danae war gerne draußen. Sie genoss das Gefühl der warmen Sonnenstrahlen auf ihrer Haut. Das Mädchen war immer gern zur Schule gegangen. Sie liebte es, neue Dinge zu lernen und dieses Wissen zu verwenden. Besonders Sprachen hatten es ihr angetan. Französisch war die erste Fremdsprache, die sie fließend sprach. Im Laufe ihres Lebens folgten darauf Spanisch und letztendlich Russisch.
Nachdem sie ihr 18. Lebensjahr vollendet hatte und nun endlich alt genug war, um ihren vermeintlichen Traumjob auszuüben, begann sie eine Ausbildung bei der Polizei. Dort lernte sie Chris kennen. Chris war jung, attraktiv und selbstbewusst. Es war kein Wunder, dass sie sich Hals über Kopf in ihn verliebte. Überraschend war lediglich, dass es ihm mit ihr genauso ging. Die beiden wurden ein Paar und Partner im Beruf. Sie verbrachten jede einzelne Minute miteinander. Nach Beendigung der Ausbildung wurde sie von ihrem Arbeitgeber übernommen. Ihr gefiel die Arbeit dort, doch hatte sie immer das Gefühl, ihr fehlte ein wenig Abenteuer. Etwas mehr Spannung. Es war ihr Vater, der sie schließlich dazu brachte, sich beim MI5 zu bewerben. Sie Danae entschied sich vorerst dazu, Chris nichts von ihrer Bewerbung zu erzählen,- schließlich glaubte sie selbst nicht einmal daran, dass sie wirklich eine Chance dort hatte. Umso größer war die Überraschung, als sie eine Zusage in ihrem Briefkasten fand. Es war an der Zeit ihrem Partner zu erklären, dass sie nicht mehr miteinander arbeiten würden. Es folgte ihr erster großer Streit; daraufhin die Versöhnung. MI5,- das bedeutete die Sicherheit des Landes lag zu einem Teil in ihren Händen. Mit 27 trat sie ihren ersten Dienst an. Ihr neuer Beruf und die Aufgaben, die damit auf sie zukamen, schienen sie regelrecht zu euphorisieren,- ihrer Beziehung jedoch standen sie im Weg. Als Danae ihren ersten Auftrag erhielt, der eine recht gefährliche Undercover arbeit forderte und von diesem auch noch eine Verletzung davon trug, wurde es dem Polizisten zu viel. Nach vielen Streitereien beendete er die Beziehung, was allerdings lediglich dazu führte, dass Danae sich noch tiefer in ihre neue Arbeit stürzte. Es gab für die junge Agentin keine bessere Möglichkeit, ihr gebrochenes Herz zu flicken, als am Schießstand ihre Technik zu verbessern und dabei beizutragen, dass ihr Heimatland sicher war. Was für andere immer als eine Art Bürde wirkte, war für die Blondine eine Ehre. Trotz dem großen Engagement, was ihre Arbeit anging, vergaß sie niemals, ihre sozialen Kontakte zu pflegen. Danae hatte nicht viele Freunde, aber die, die sie Freunde nannte, waren für sie ihre Familie. Von Fremden wurde sie schon immer oft als starke Powerfrau missverstanden. Dass diese Seite an ihr nur auf der Arbeit zum Vorschein kam, verwirrte die meisten Menschen doch sehr. Privat war Danae nämlich schon immer ein sehr geselliger, verletzlicher und manchmal ungesund naiver Mensch, der weder mit Konflikten noch mit Verlusten gut klar kam. Es gab mehr Schwächen als Stärken in ihr zu erkennen. Man musste sich bloß Mühe geben.
Mit der Zeit hatte sich die Blondine einen Namen beim MI5 gemacht, sodass sie einen neuen Auftrag erhielt. Die Cursed Crew auszuspionieren würde ihr bisher schwerster und umfassendster Auftrag sein. Sie schleuste sich in das Leben von Henry Somerset ein, um an so viele Informationen zu kommen, wie es ihr nur möglich war. Doch es kam, wie es kommen musste. Während der längeren Zeit, die sie mit dem gut situierten jungen Mann verbrachte, desto mehr gute Seiten glaubte sie an dem selbst betitelten Arschloch zu sehen. Ja, sie begann, ihn zu mögen und dies nutzte er aus, ohne, dass sie etwas davon merkte. Sie glaubte wirklich, in ihm einen Freund gefunden zu haben. Dass ihre Mutter genau zu dem Zeitpunkt erkrankte und sich Danae sehr um sie sorgte, erleichterte ihm sein Spiel bloß. Und ja, vielleicht hatte sie sich fast schon ein wenig in den attraktiven Studenten verguckt zu haben. Um seine Aufmerksamkeit zu behalten hätte sie wahrscheinlich alles getan. Sogar als Maulwurf in ihren eigenen Reihen zu agieren. Trotz des schlechten Gewissens.



To be edited and continued.


Die Frau nickt während sie deine Angaben dokumentiert und hebt schließlich ein weiteres Mal den Blick. Dann lacht sie auf einmal. "Sagen sie mal, kann es sein, dass sie irgendjemandem sehr ähnlich sehen? Irgendwie kommen Sie mir bekannt vor!"
Ana de Armas.



Die Frau schmunzelt zufrieden und lehnt sich etwas nach vorne. "Wusste ich es doch!" Daraufhin überlegt sie kurz, bevor sie sich stirnrunzelnd erneut an dich wendet. "Verzeihen Sie, wenn diese Frage zu direkt erscheint, aber wissen Sie, es ist immer von Vorteil, wenn man etwas Anschluss hier in dieser großen Stadt hat. Gibt es da denn Jemanden?"
MELDEST DU DICH AUF EIN GESUCH? [ ] JA | [x] NEIN


Sie nickt leicht, ein freundliches Lächeln auf den Lippen. "Es ist immer schön, wenn man Jemanden hat, der einem zur Seite steht. In London werden Sie mit Sicherheit viele davon finden. Nun habe ich nur noch eine Frage für Sie. Was war noch gleich die Schlagzeile der heutigen London Times?"
Darlene hat's eingesteckt



Teamie Darlene Coughlin kommt geflogen!
zuletzt bearbeitet 05.10.2019 21:31 | nach oben springen

#141

RE: WELCOME TO LONDON

in APPLICATION 05.10.2019 21:38
von Darlene Coughlin | 159 Beiträge

Einen wunderschönen guten Abend Danae

Schön, dass wir nun auch von dir hier in der Bewerbung lesen dürfen und ich muss ja sagen, ich mag deine Story sehr. Liest sich wirklich sehr schön und damit hätten wir auch schon einen der vielen Punkte abgearbeitet. Lass mich mal sehen, was steht da noch auf meiner Check-Liste? Ava; gehört nun voll und ganz dir. Name; bei einem so ungewöhnlichen Namen wäre es jetzt mehr als komisch, wenn ich behaupten würde, er wäre schon vergeben oder? Gehört natürlich auch voll und ganz dir. Und auch das Regelpasswort hat gestimmt.
Und da ich mir sicher bin, dass hier schon so einige Member ungeduldig mit den Hufen scharren, dass ich dich endlich nicht mehr zutexte und auf die andere Seite lotse, bleibt mir nun nur noch zu sagen; Hereinspaziert.
Unser Arschloch vom Dienst @Henry Somerset ist bestimmt Gentleman genug, dass er dir deine Koffer trägt.

Bis gleich auf der anderen Seite.

LG
Darlene


             

Henry Somerset findet Erdbeerkäse hat viele Vitamine!
Henry Somerset stirbt gerade vor Lachen
Henry Somerset findet, du solltest mal 'n Snickers essen
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#142

RE: WELCOME TO LONDON

in APPLICATION 05.10.2019 21:45
von Darlene Coughlin | 159 Beiträge





Du befindest dich in einem wunderschönen alten Gebäude mitten im Herzen Londons. Unter deinen Füßen hallt der steinerne Boden bei jedem deiner Schritte nach und die mit edlem Holz vertäfelten Wände zeigen eingravierte Momente aus hunderten verschiedenen Leben. Eines Tages wird auch deine Geschichte hier stehen, da bist du dir sicher. Zu deiner Linken befindet sich die Verwaltung. Hierhin solltest du dich wohl wenden, wenn dir Fragen jeglicher Art auf dem Herzen liegen. Daneben hängen an einer Pinnwand Vermisstenanzeigen. Rechts von dir siehst du ein großes Schwarzes Brett. Alle Namen und dazugehörigen Passbilder sind hier angebracht. Du läufst weiter. Ein Schritt nach dem anderen führt dich zu einer großen Dame, die hinter einem gewaltigen Schreibtisch sitzt und dich bereits zu erwarten scheint...


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[right][background1][b][style=text-shadow: 0px 0px 3px #fff; text-transform: uppercase; font-size:14px]DEIN NAME[/style][/b][/background1][/right]

[style=font-size:10px; text-transform: uppercase;][b]Die Frau tippt etwas in ihren Computer, runzelt die Stirn und blickt wieder zu dir auf. [i]"Es scheint ein Problem mit dem System zu geben verraten Sie mir noch kurz Ihr derzeitiges Alter? Das wird bestimmt helfen."[/i][/b][/style]
[right][background1][b][style=text-shadow: 0px 0px 3px #fff; text-transform: uppercase; font-size:14px]DEIN ALTER[/style][/b][/background1][/right]
 
[style=font-size:10px; text-transform: uppercase;][b]Die Dame schiebt sich ihre Brille zurecht und mustert dich noch einmal genauer [i]"Interessant, durchaus interessant. Was sagten sie noch gleich machen sie beruflich?"[/i][/b][/style]
[right][background1][b][style=text-shadow: 0px 0px 3px #fff; text-transform: uppercase; font-size:14px]DEINE TÄTIGKEIT[/style][/b][/background1][/right]
 
[style=font-size:10px; text-transform: uppercase;][b]Wieder fliegen ihre Finger über ihre Tastatur und auch dieses Mal verfinstert sich ihre Miene. [i]"Das ist ja wieder typisch, irgendein Trottel hat all Ihre Daten gelöscht. Ich muss Sie wohl darum bitten mir alles Wichtige noch einmal zusammen zu fassen."[/i][/b][/style]
[right][background1][b][style=text-shadow: 0px 0px 3px #fff; text-transform: uppercase; font-size:14px]DEINE GESCHICHTE[/style][/b][/background1][/right]
[scroll][justify][style=font-size:11px]Bitte füge hier deine Lebensgeschichte ein; diese sollte mindestens 200 Wörter beinhalten und im Fließtext verfasst sein.[/style][/justify][/scroll]

[style=font-size:10px; text-transform: uppercase;][b]Die Frau nickt während sie deine Angaben dokumentiert und hebt schließlich ein weiteres Mal den Blick. Dann lacht sie auf einmal. [i]"Sagen sie mal, kann es sein, dass sie irgendjemandem sehr ähnlich sehen? Irgendwie kommen Sie mir bekannt vor!"[/i][/b][/style]
[right][background1][b][style=text-shadow: 0px 0px 3px #fff; text-transform: uppercase; font-size:14px]DEIN AVATAR[/style][/b][/background1][/right]
[center][rahmen1]https://imgur.com/oFao8Qz.gif[/rahmen1]
[b][style=font-size:8px; text-transform: uppercase]Kann ggf. mit einem Gif präsentiert werden.[/style][/b][/center]
 
[style=font-size:10px; text-transform: uppercase;][b]Die Frau schmunzelt zufrieden und lehnt sich etwas nach vorne. [i]"Wusste ich es doch!"[/i] Daraufhin überlegt sie kurz, bevor sie sich stirnrunzelnd erneut an dich wendet. [i]"Verzeihen Sie, wenn diese Frage zu direkt erscheint, aber wissen Sie, es ist immer von Vorteil, wenn man etwas Anschluss hier in dieser großen Stadt hat. Gibt es da denn Jemanden?"[/i][/b][/style]
[right][background1][b][style=text-shadow: 0px 0px 3px #fff; text-transform: uppercase; font-size:14px]MELDEST DU DICH AUF EIN GESUCH? [ ] JA | [ ] NEIN[/style][/b][/background1][/right]
 
[style=font-size:10px; text-transform: uppercase;][b]Sie nickt leicht, ein freundliches Lächeln auf den Lippen. [i]"Es ist immer schön, wenn man Jemanden hat, der einem zur Seite steht. In London werden Sie mit Sicherheit viele davon finden. Nun habe ich nur noch eine Frage für Sie. Was war noch gleich die Schlagzeile der heutigen London Times?"[/i][/b][/style]
[right][background1][b][style=text-shadow: 0px 0px 3px #fff; text-transform: uppercase; font-size:14px]REGELPASSWORT[/style][/b][/background1][/right]
[center][style=font-size:8px; text-transform: uppercase]➽ [b]Mit Angabe des Regelpassworts bestätigst du, unsere Regeln gelesen und akzeptiert, sowie die Volljährigkeit erreicht zu haben.[/b][/style][/center]
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#143

RE: WELCOME TO LONDON

in APPLICATION 08.10.2019 20:44
von Gemma <3
avatar


Die Frau blickt aus leicht zusammengekniffenen Augen zu dir herüber. Unter ihrem kalten Blick fühlst du dich beinahe wie ein Reh im Scheinwerferlicht. "Wie sagten Sie noch gleich ist Ihr Name?", fragt sie schließlich und du schluckst.
Gemma Davis


Die Frau tippt etwas in ihren Computer, runzelt die Stirn und blickt wieder zu dir auf. "Es scheint ein Problem mit dem System zu geben verraten Sie mir noch kurz Ihr derzeitiges Alter? Das wird bestimmt helfen."
junge 40


Die Dame schiebt sich ihre Brille zurecht und mustert dich noch einmal genauer "Interessant, durchaus interessant. Was sagten sie noch gleich machen sie beruflich?"
Business Managerin | Besitzerin von Family Business Beer Co


Wieder fliegen ihre Finger über ihre Tastatur und auch dieses Mal verfinstert sich ihre Miene. "Das ist ja wieder typisch, irgendein Trottel hat all Ihre Daten gelöscht. Ich muss Sie wohl darum bitten mir alles Wichtige noch einmal zusammen zu fassen."
DEINE GESCHICHTE

Also ich rate jetzt schon einmal, nehmt euch ein schönes Tässchen Tee und bringt etwas Zeit mit, 40 Jahre, das ist definitiv keine Kurzgeschichte, auch wenn ich sie versuche kurz zu halten (;

London | England | März ´79 bis Mai ´98.
Es war der 18.03.1979, der Tag an dem die kleine Gemma das Licht der Welt erblickte. Ihre Mutter Giana hielt ihr kleines Bündel fest in den Armen, als ihr Mann Clifford endlich das Krankenhaus erreichte. Er hatte es tatsächlich geschafft, die Geburt ihres ersten Kindes zu verpassen. Nur eine schwache Ausrede kam über seine Lippen. Das Wetter wäre Schuld gewesen, es würde doch schneien. Dabei wusste sie genau das er einfach lieber in der Brauerei, die er sein eigen nannte, war. Davis Beer Co, war manches mal schon wichtiger gewesen als die Familie. Giana war nicht begeistert, doch wurde ihre Enttäuschung über ihren Mann durch das kleine Kind in ihrem Armen ein wenig gelindert. Sie hatte eine neue Aufgabe in ihrem Leben: diesem kleinen Mädchen das schönste Leben zu schenken, was man sich vorstellen konnte. Mit viel Liebe und Zuneigung, Zeit und Geduld. Ihr Vater hingegen hatte ganz andere Pläne. Er wollte alles mit Geld und Geschenken wieder gut machen. Wollte sie verwöhnen, wie sie es in seinen Augen verdient hatte. Doch war Geld nicht alles auf der Welt. Es gab einem nicht das Kostbarste, was man mit Geld eben nicht kaufen konnte: die Zeit mit seinen Liebsten.
Anfangs war Gemma über die ganzen Mitbringsel ihres Vaters begeistert. Sie freute sich über jede Kleinigkeit. Doch mit den Jahren, in denen sie älter wurde, begann sie es zu hinterfragen. Erst waren es nur simple Fragen an ihre Mutter. Wo ihr Vater den ganzen Tag über war. Wann Daddy nach Hause kommen würde. Ihre Mutter versuchte sie immer abzulenken, dass all diese Fragen ihre kleine Kinderseele nicht bedrückten. Brachte ihr, auch um sie abzulenken, spielerisch Italienisch bei. Sie unternahmen viel zusammen. Doch immer fehlte ihr Vater.
Die schönen Kindertage mit ihrer Mutter zu Hause verstrichen und sie kam auf die Thomas Battersea School, auf der sie neue Freunde fand. Aber auch die ersten Lektionen in ihrem Leben lernte. Schuluniform, Disziplin, Sprachen und so viel mehr stand auf einmal auf ihrem Tagesplan, so dass sie eigentlich kaum Zeit für ihre Schulfreunde hatte. Was sie oft traurig machte, denn sie war gerne mit ihnen zusammen und freute sich daher jeden Tag auf die Schule und die Zeit, die sie dann mit ihnen verbringen konnte. Doch dann kam der genau getaktete Nachmittag. Der Plan dafür stammte aus der Feder ihres Vaters. Verschiedene Unterrichte wie Klavier und Ballett, waren nur der Anfang. Es machte ihr zwar Spaß und doch wollte sie einfach auch Kind sein, Jahre später ein Teenie, der mit seinen Freunden ins Kino gehen konnte, ein wenig durch die Stadt bummeln, Sleepovers machen. All das verwehrte er ihr.
Wieder war es ihre Mutter, die sie tröstete. Auch wenn Gemma inzwischen alt genug war, um zu verstehen und zu hinterfragen. So kam es, dass sie eines Abends im Dezember mit ihrer Mutter vor dem Kamin saß und Fragen stellte. Fragen, mit denen Giana wohl nie gerechnet hätte. Fragen wie : Warum er nie da ist? Ob er eine Andere hat? Warum er ihr immer Geschenke machte, so lange sie sich erinnern konnte? Dieses Gespräch wahr aufwühlend für beide Frauen. Ihr Vater hatte wirklich alles Wichtige in ihrem Leben verpasst. Selbst ihre Geburt? Schön und gut, dass er nie auf einem der Konzerte war, die sie vom Klavierunterricht aus gaben. Auch gut, dass er nie zu einem der offenen Tage beim Ballett kam, an dem die Eltern eingeladen waren, den Unterricht zu begleiten. Aber ihre Geburt? Sie entwickelte Verachtung gegenüber ihrem eigenen Vater, obwohl es nie ihre Art war. Aber es schien als würde ihr ganzes Bild, das sie von ihrem Vater hatte, um 180 Grad gedreht werden. Immer hatte sie geglaubt, er würde nur so viel arbeiten, weil er seine beiden Frauen zu Hause verwöhnen wollte. Aber falsch, er wollte sich der Verantwortung entziehen.
Immer weniger sprach sie mit ihm. Nur noch das Nötigste, wenn es dazu kam, dass sie sich überhaupt über den Weg liefen. Sie selbst war es, die sich mit der Hilfe ihrer Mutter, vom Ballett abgemeldet hatte. Was ihren straffen Tagesplan zumindest ein wenig auflockerte. Auch wenn sie damit ihren Vater verärgern würde, aber würde er es überhaupt bemerken? Wahrscheinlich nicht.
Sie verließ die Thomas Battersea School und wechselte auf die weiterführende Schule, an der sie auch ihren Abschluss machte. Hier hatte sie mehr Freiräume, um zu leben. Frei zu sein. Und doch verlor sie ein wenig den Kontakt zu ihrem besten Freund und gleichzeitigen ersten Liebe. Nur noch selten konnten sie sich sehen. Es stimmte sie traurig. Oft lag sie weinend in den Armen ihrer Mutter, ihrem Fels, der seit sie auf der Welt war, immer für sie da gewesen war. Doch wieso konnte dieses so wichtige Puzzleteil in ihrem Leben nicht für immer bleiben? Wieso musste dieser liebevolle Mensch schwer erkranken? Wieso musste eine wundervolle Mutter die Erde viel zu früh verlassen und eine mal gerade 18 jährige Tochter alleine lassen?
Die Beerdigung ihrer geliebten Mutter, wurde von der Familie dieser ausgerichtet, die irgendwie alles aus Italien versuchten zu regeln, versuchten über die Ferne für die junge Gemma da zu sein, doch all das half nicht über den Schmerz der Verlust. Auch wenn die Beerdigung angemessen war und auch ihre Großeltern extra anreisten, wurde ihr gebrochenes Herz nicht geheilt.
Gemma selbst hatte in der Zeit der Erkrankung ihrer Mutter den Kontakt zu allen, die ihr Halt geben konnten, fast gänzlich eingestellt. Sie wollte für ihre Mutter da sein, sie so gut es ging unterstützen. Auch zu ihrer ersten Liebe verlor sich langsam der Kontakt. Einfach weil sie immer weniger Zeit für ihn hatte, so schlechter es ihrer Mutter ging. Sie hatte ihm nie gesagt, was passiert war. Ihr Vater schaffte es ebenso, sie in dieser schweren Zeit zu manipulieren. Dass sie sich besser von ihm fernhalten sollte, weil irgendwas mit ihm nicht stimmen würde. Weil er langsam anfing ebenso gegen dieses elitäre Leben zu protestieren, sie beide waren kleine Rebellen, auf ihre eigene Art und Weise. Sie hatte dem nie wirklich zugehört und unbewusst getan was er ihr sagte.
Im Andenken an ihre Mutter entschloss sie sich dazu, in Italien, ihrer Heimat, zu studieren. Was ihr Vater gut hieß. Wahrscheinlich weil Gemma ihrer Mutter sehr ähnlich war. Oder aber einfach weil er wieder eine Sache weniger hatte, um die er sich kümmern müsste. Aber tief in ihr war es ihr eigentlich egal, was er dachte oder fühlte.

Florenz | Italien | September ´98 bis April ´07
Im September ´98 zog sie zu ihren Großeltern nach Florenz, die nahe ihrer neuen Uni lebten. Sie begann an der Università degli Studi di Firenze - Fakultät für Wirtschaftswissenschaft - Business Management zu studieren. Ebenso wie ihre Mutter einst.
Die Zeit hier bei ihren Wurzeln heilte die Wunden über den Verlust der geliebten Mutter etwas. Über den Verlust ihrer Freunde. Und den Verlust von Ihm.
Im zweiten Semester lernte sie Fabio kennen. Fabio Montanaro. Gebürtiger Italiener. Sie verstanden sich, teilten sich viele Gemeinsamkeiten. Er zeigte ihr neue Dinge. Ließ sie wieder lachen und leben. Und auch ein wenig lieben. Obwohl es mit ihm nie so intensiv war, wie bei dem Jungen zu Hause in London. Im Sommer ´04 heirateten sie und sie nahm seinen Namen an. Damit wollte sie mit ihrer Vergangenheit in London ein wenig abschließen. Was nicht hieß, dass sie ihre Wurzeln dort je vergessen würde. Ganz im Gegenteil. Sie waren ein Teil von ihr. Ein Teil, der sie prägte und der immer von Bedeutung sein würde.
Doch wieso hatte in ihrem Leben alles Gute eigentlich ein Verfallsdatum? Es war nicht lange nach ihrer Hochzeit, dass Fabio anfing, ihr Vorschriften zu machen. Sie sogar dann und wann auch mal etwas grober anfasste, wenn sie seiner Meinung nach seinen Anweisungen nicht augenblicklich Folge leistete. Bis er eines Abends im Streit handgreiflich wurde und sie schlug. 'Dieses eine Mal konnte passieren.', sagte sie sich. Aber dieses eine Mal war der Anfang vom Ende. Immer öfter schlug er sie nun, bis sie gar nicht mehr raus ging. Verabredungen mit ihren Großeltern absagte. Sie verschloss sich gänzlich vor all denen, die sie aus dieser Hölle retten konnten. Bis sie es nicht mehr aushielt und floh. Ihr erster Weg führte sie zu ihren Großeltern, die geschockt waren, wie sie aussah. Am ganzen Körper hatte sie blaue Flecken, kleine Narben. Sie war abgemagert. Sie mussten etwas unternehmen, das stand fest. Sie stärkten Gemma so weit, dass sie selbst die Scheidung einreichte.
Im April ´06 entschied das Gericht auf - Härtefall, auf Grund der häuslichen Gewalt. Eine Verfügung wurde gesetzt, dass er sich weder ihr noch ihrer Familie nähern durfte. Sie blieb noch zwei Jahre bei ihren Großeltern. Einfach aus dem Grund, um sich selbst zu beruhigen, dass Fabio ihnen wirklich nicht nahe käme, bevor sie weiter ziehen würde.

London | England | September ´08 bis heute
Schließlich kam sie zurück nach London. Ihrer Heimat. Nahm ihren Mädchennamen wieder an. Sie war wieder in dem Haus, in dem sie aufgewachsen war. Es dauerte eine Zeit, bis ihr Vater auf sie zukam, um sich mit ihr auszusprechen. Sie war inzwischen eine erwachsene, im Leben stehende, aber auch von diesem gezeichnete, Frau. Scheinbar erkannte er sie endlich richtig an. Dass sie etwas von dem verstehen würde, von dem er sprach. Viele lange, aufbrausende und tränenreiche Gespräche folgten. Tausende Versuche seinerseits, sich zu erklären. Entsetzen darüber, was seinem einzigen Kind, seinem Fleisch und Blut, passiert war.
Es dauerte noch gute zwei Jahre, bis sich ihr anfangs angespanntes Verhältnis langsam geändert hatte. Er begann Gemma in die Geschäfte der Familie mit einzubeziehen. Sie fing klein, lernte schnell, bis sie die Position ihrer Mutter in der familieneigenen Brauerei einnahm, die nie wieder richtig besetzt worden war. Das Verhältnis zu ihrem Vater verbesserte sich von Monat zu Monat, bis sie endlich auch Zeit außerhalb der Brauerei und ihrem Haus verbrachten. Wo sie einfach durch den Park spazierten und über Gott und die Welt redeten. Sie selbst begann wieder zu leben. Freude zu empfinden. All der Schmerz verblasste langsam. Scheinbar war sie sehr gut darin, Dinge die ihre Seele belasten würden, auszublenden. Nur eines nie. Am Todestag ihrer Mutter besuchte sie, wie jedes Jahr, ihr Grab. Ein Strauß weiße Lilien in der Hand. Alles erzählte sie ihr. All das Schreckliche aus Italien. All das Schöne nach ihrer Rückkehr. Aber nie konnte sie ihr wieder von der Liebe berichten, die sie einst empfand.
Jahre vergingen. 2017 erkrankte ihr Vater. Sein Herz. Er hatte sich all die Jahre übernommen. Wieder musste sie mit ansehen, wie jemand den sie liebte sterben würde. Eines Nacht schlief er friedlich ein. Beerdigung und Verlesung des Testamentes folgten. Als einziges Kind erbte sie alles. Die Brauerei, das Land auf dem sie stand. Das Haus. Das Vermögen. Einfach alles. Ein Teil des Geldes spendete sie. Das Haus verkaufte sie, womit sie sich ein Kleines in der Nähe der Brauerei kaufte. Mit dem Geld was übrig blieb, begann sie die Brauerei zu modernisieren. Eine Glaswand, zwischen dem neuen Vorgebäude und der eigentlichen Brauerei, wurde eingebaut, wodurch jeder, der es wollte, sehen konnte, wie der Brauprozess von statten ging. In dem neuen Vorgebäude selbst befand sich ein Tresen mit Schankanlage. Tische und Sitzmöglichkeiten fanden sich hier ebenso wieder. Sogar eine kleine Bühne. Draußen ließ sie ebenso einiges ändern. Ein kleiner Park entstand zwischen den Eichen, die die Brauerei umgaben. Ein kleiner Park der zum Verweilen mit der Familie und Freunden einlud. Ebenso änderte sie den Namen in 'Family Business Beer Co.' um. Endlich konnte sie die neue und doch familiäre Brauerei wieder eröffnen. Würde sie alles meistern was damit einherging? Sie wahr optimistisch und zuversichtlich. Es war ihr Baby.


Die Frau nickt während sie deine Angaben dokumentiert und hebt schließlich ein weiteres Mal den Blick. Dann lacht sie auf einmal. "Sagen sie mal, kann es sein, dass sie irgendjemandem sehr ähnlich sehen? Irgendwie kommen Sie mir bekannt vor!"
the one and only - Danneel Ackles



Die Frau schmunzelt zufrieden und lehnt sich etwas nach vorne. "Wusste ich es doch!" Daraufhin überlegt sie kurz, bevor sie sich stirnrunzelnd erneut an dich wendet. "Verzeihen Sie, wenn diese Frage zu direkt erscheint, aber wissen Sie, es ist immer von Vorteil, wenn man etwas Anschluss hier in dieser großen Stadt hat. Gibt es da denn Jemanden?"
MELDEST DU DICH AUF EIN GESUCH? [ ] JA | [ x ] NEIN


Sie nickt leicht, ein freundliches Lächeln auf den Lippen. "Es ist immer schön, wenn man Jemanden hat, der einem zur Seite steht. In London werden Sie mit Sicherheit viele davon finden. Nun habe ich nur noch eine Frage für Sie. Was war noch gleich die Schlagzeile der heutigen London Times?"
Darlene hat es sich geschnappt.

Mit Angabe des Regelpassworts bestätigst du, unsere Regeln gelesen und akzeptiert, sowie die Volljährigkeit erreicht zu haben.


Teamie Darlene Coughlin kommt geflogen!
zuletzt bearbeitet 08.10.2019 20:50 | nach oben springen

#144

RE: WELCOME TO LONDON

in APPLICATION 08.10.2019 20:54
von Darlene Coughlin | 159 Beiträge

Einen wunderschönen guten Abend liebe Gemma.

Eine schöne Bewerbung hast du uns da mitgebracht. Also schauen wir mal, ob wir alles haben, was wir brauchen.
Dein gewünschter Name ist noch frei und ab diesem Moment voll und ganz dein. Der Avatar war für dich reserviert und auch das Regelpasswort hat gestimmt.
Somit bleibt mir nichts anderes, als dich somit höflich zur Anmeldung zu bitten. Um dein Gepäck wird sich gekümmert und wir sehen uns dann gleich auf der anderen Seite.

LG
Darlene


             

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#145

RE: WELCOME TO LONDON

in APPLICATION 08.10.2019 21:01
von Darlene Coughlin | 159 Beiträge





Du befindest dich in einem wunderschönen alten Gebäude mitten im Herzen Londons. Unter deinen Füßen hallt der steinerne Boden bei jedem deiner Schritte nach und die mit edlem Holz vertäfelten Wände zeigen eingravierte Momente aus hunderten verschiedenen Leben. Eines Tages wird auch deine Geschichte hier stehen, da bist du dir sicher. Zu deiner Linken befindet sich die Verwaltung. Hierhin solltest du dich wohl wenden, wenn dir Fragen jeglicher Art auf dem Herzen liegen. Daneben hängen an einer Pinnwand Vermisstenanzeigen. Rechts von dir siehst du ein großes Schwarzes Brett. Alle Namen und dazugehörigen Passbilder sind hier angebracht. Du läufst weiter. Ein Schritt nach dem anderen führt dich zu einer großen Dame, die hinter einem gewaltigen Schreibtisch sitzt und dich bereits zu erwarten scheint...


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[b][style=font-size:8px; text-transform: uppercase]Kann ggf. mit einem Gif präsentiert werden.[/style][/b][/center]
 
[style=font-size:10px; text-transform: uppercase;][b]Die Frau schmunzelt zufrieden und lehnt sich etwas nach vorne. [i]"Wusste ich es doch!"[/i] Daraufhin überlegt sie kurz, bevor sie sich stirnrunzelnd erneut an dich wendet. [i]"Verzeihen Sie, wenn diese Frage zu direkt erscheint, aber wissen Sie, es ist immer von Vorteil, wenn man etwas Anschluss hier in dieser großen Stadt hat. Gibt es da denn Jemanden?"[/i][/b][/style]
[right][background1][b][style=text-shadow: 0px 0px 3px #fff; text-transform: uppercase; font-size:14px]MELDEST DU DICH AUF EIN GESUCH? [ ] JA | [ ] NEIN[/style][/b][/background1][/right]
 
[style=font-size:10px; text-transform: uppercase;][b]Sie nickt leicht, ein freundliches Lächeln auf den Lippen. [i]"Es ist immer schön, wenn man Jemanden hat, der einem zur Seite steht. In London werden Sie mit Sicherheit viele davon finden. Nun habe ich nur noch eine Frage für Sie. Was war noch gleich die Schlagzeile der heutigen London Times?"[/i][/b][/style]
[right][background1][b][style=text-shadow: 0px 0px 3px #fff; text-transform: uppercase; font-size:14px]REGELPASSWORT[/style][/b][/background1][/right]
[center][style=font-size:8px; text-transform: uppercase]&#10173; [b]Mit Angabe des Regelpassworts bestätigst du, unsere Regeln gelesen und akzeptiert, sowie die Volljährigkeit erreicht zu haben.[/b][/style][/center]
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