• SPIELORT: LONDON • REAL LIFE - RPG • SZENENTRENNUNG • ROMANSTIL • FSK-18 • SEIT '10 2018 •
#1

Be careful who you trust, the devil was once an angel. I May 20th. I Elijah T. & Belle H. I Closed

in » thurgood family's villa | richmond upon thames 20.05.2019 20:34
von Belle Holland | 16 Beiträge

Die Lichter des prachtvollen Anwesens der Thurgoods konnte man schon von weiten entdecken, mein Blick blieb standhaft als ich aus den Fensterscheiben sah, dabei die zart verzierte Maske mit den goldenen Details in meinen Händen hielt. Es war kein Geheimnis das die Familie Holland mit den heutigen Gastgebern kein sonderlich gutes Verhältnis hatten, ganz im Gegenteil, Generation für Generation hatte den Hass höher getrieben. Wieso mein Vater und ich dennoch auftauchten? Wieso er gerade mich mit zu dieser Veranstaltung mitnahm und nicht meinen Großen Bruder? Ich spielte in dieser Nacht das hübsche Aushängeschild, jeder kannte den bedeutenden Nachnamen den ich trug. Als die lang erwartete Einladung, die meiner Meinung nach nur aus falscher Höflichkeit ins Haus geflattert war - stand eins fest: Wir Hollands würden diese annehmen, es uns nicht nehmen lassen, an dem alljährlichen Maskenball der Familie Thurgood teilzunehmen.
Ich wusste genau wusste das es meinem Vater ein Dorn im Auge war, das es nicht mein Bruder war der ihn begleitete, der ihn doch so stolz machte - mein Vater hielt nicht annähernd so viel von mir wie von Joshua, dennoch hielt ich den unermüdlichen Kampf um seine Liebe weiterhin aufrecht. Miss Holland, wir sind da." hörte ich die tiefe Stimme des Fahrers sagen, der kurz danach aus dem schwarzen Wagen stieg und mir die Tür aufhielt - mein Vater war schon über eine Stunde zuvor auf dem Maskenball, doch ich lies auf mich warten. Erneut blickte ich noch einmal zu dem hell erleuchteten Gebäude, ehe ich langsam aus dem Auto stieg und dabei das Kleid ein wenig anhielt.
Mit einem Nicken bedankte ich mich bei dem Fahrer und stolzierte zu der ansehnlichen Villa rüber, bevor ich diese betrat zog ich mir die Handverzierte Maske übers Gesicht - immerhin war diese doch Pflicht an dieser Versammlung. Allerdings war dies nur ein Teil der Kleiderordnung, wurde auf der Einladung doch ganz besonders hervorgehoben das dunkle Kleidung erwünscht war. Aber mein Name war nicht Belle Juliette Holland wenn ich mich an diese Vorschriften halten würde, ich hatte mich bewusst für ein helles und Figurbetontes Kleid entschieden, das einen Besonderen Kontrast zu meinen dunklen Haaren darstellte. Ja, eine Queen liebte den Großen Auftritt, ich wollte die Blicke der Gäste für einen Augenblick bewusst auf mich ziehen und spielte auch gerne mit der Empörung andere. War auf der Einladung 19.00 gestanden? Ich kam natürlich erst eineinhalb Stunden später, Pünktlichkeit war nie meine Stärke gewesen und ich hatte auch nicht vor etwas daran zu ändern, gutes Aussehen brauchte seine Zeit. Das dies Unhöflich war kümmerte mich nicht im Geringsten, wenn jemand das Recht hatte andere warten zulassen dann war ich es.
Während ich bewusst langsam den Raum betrat, wurde dieser von Klassischer Musik erhellt - ich lies den Blick von maskierten Gesicht zu Gesicht wandern, in der Hoffnung herauszufinden wer sich hinter der Maskerade versteckte. Vielleicht war ich viel zu neugierig, aber Geheimnisse zogen mich quasi magisch an - immerhin war es meine Spezialität die geheimen Worte gegen ihre Besitzer zu wenden, einen Vorteil aus diesen für mich zuschlagen. Gemeinsam mit meinem Vater stolzierte direkt auf das Oberhaupt der Familie Thurgood zu um mich vorszustellen, natürlich durfte ich mir ein paar maßregelnde Worte über mein Zuspätkommen anhören, allerdings kümmerte ich mich nicht um diese. Wer war mein Vater schon um mir solch Vorschriften zumachen? Mit einem sündhaft teuren Glas Champagner in die Hand gedrückt bekam.
Die Begrüßung war wie erwartet kühl, mir entgingen die Hasserfüllten Blicke die gegen meinen Vater gerichtet waren nicht. Eins musste man den Thurgoods und ihrem Anwesen lassen, sie hatten einen exquisiten Geschmack - das beeindruckte mich tatsächlich ein wenig, die Gäste waren sorgfältig ausgesucht ebenso wie das Programm des Abends, die Klassische Musik im Hintergrund bis zur schicken Dekoration. Amüsieren sollte ich mich .. das hatte der Herr des Hauses gesagt, alleine? Genau genommen hatte ich keine sonderliche Lust auf diesen Abend gehabt, diese steifen Veranstaltungen waren mir jedes mal ein Dorn im Auge aber ich hatte nun mal keine andere Wahl. Nun war ich hier, bei unseren Erzfeinden, ich musste wohl das Beste aus der Situation machen. Mit meinem Glas bewaffnet ging ich langsamen Schrittes durch den Saal, nippte ab und an, an meinem Glas und sah mich einfach ein wenig um - blieb zum Ende hin dann vor einem alten Gemälde stehen, das die Wand verzierte.

@Elijah Thurgood
(Anfänge und so, ich hoffe du kannst was damit anfangen.. )



YOU HAVE TO BE COLD TO BE QUEEN


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#2

RE: Be careful who you trust, the devil was once an angel. I May 20th. I Elijah T. & Belle H. I Closed

in » thurgood family's villa | richmond upon thames 21.05.2019 11:54
von Elijah Thurgood | 266 Beiträge

Tradition. Dieses flüchtig ausgesprochene Wort, welches unsichtbare Wellen in Jedermanns Ohren schlägt, wurde Jahr ein und aus für uns Thurgoods zum Zentrum des 20. Mais erklärt. Gelinde gesagt glich es einer aufgetragenen Bürde, doch statt nur einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden, jenen alt einher gebrachten Brauch unserer Vorväter zu brechen, veranstaltete meine Familie stets fügsam den berühmt berüchtigten Maskenball der Thurgoods! Natürlich war dieses nicht die einzige Festlichkeit, welche wir dank der einstudierten Gepflogenheiten jährlich als stolzes Ensemble nach außen trugen; Jedes noch so unscheinbare Quartal gab es ein von uns organisiertes Fest. Jenes nun in der ersten Sommerhälfte, war der Tanz der verschiedenen Gesichter! Zu diesem überragenden Highlight wurde aber nicht nur die gesamte Familien Villa bis in die kleinsten Ecken fein verziert, sondern auch der riesige vor Brunnen sprudelnder Garten war völlig umdekoriert wie völlig neu beschnitten worden, um in einem gänzlich mysteriösen Flair zu erscheinen, dass dem zwielichtigen Motto des diesjährigen Tanzes entsprach. Denn der fein gemusterte Spruch, den man am Maskenball des Jahres 2019 an den Tag legen sollte, lautete wie folgt :Wappen tragen Waffen, doch welch einer raffe, unsre wahr geword schwarze Natur!" Wer auf so einen ausgefallenen Spruch kam und den Dresscode von Schwaz auferlag? Nunja, das pfiffige Gesicht und der kontinuierliche Strippenzieher unserer edlen Familie ward kein geringerer als mein Großvater, Jeremiah Thurgood, einziger Titelträger all der uns gewonnenen Namen! Und eines muss man dem Urgestein meiner Familie lassen, selbst in dem hohen Alter seiner selbst, ließ er weder meinen Vater noch irgend jemand anderen an die Zügel unserer bewahrten Dynastie- es gab sprichwörtlich keine einzige Handlung in unserem Namen, die nicht unter seinen Fittichen stand. Nicht ein einziger Schachzug wurde von uns gelegt, welcher nicht unter den wachen Augen meines wortwörtlichen Mentors geschah. Und genauso war es auch bei diesem Leitspruch gewesen, denn wie ich ließ er es sich nicht eine Sekunde nehmen, aus allem ein Spiel zu machen. So stand hinter dem Motto wie hinter jeder Idee eine viel tiefere Bedeutung, als es zunächst den Anschein macht.
Und eben jenen verschleierten Worten gleichend trat auch jedes meiner Familienmitglieder auf dem lichterlohen Ball auf! Keiner von uns glich in irgendeiner Weise dem anderen, betrachtete man uns als zusammengeschlossene Gruppe, würde man nicht auf die kleinste Vorahnung kommen, dass wir die Thurgoods gewesen waren! Lediglich Jeremiah tanzte aus dieser eingeprobten Reihe, denn im Gegensatz zu der endlosen Zahl unserer dunkel bekleideten Gäste, erschien er Selbst einem Engel gleichend in einer weißen feinen Montur und lockte damit die Aufmerksamkeit auf sich, wie ein glitzernder Diamant umgeben von schwarzer Kohle. Allerdings brach er damit keinesfalls die auferlegten Regeln des Abends- jedes Spiel brauchte nämlich einen Spielemacher, eben jener war der auserkorene Mann des Lichtes; Kein Geheimnis war vor ihm sicher, denn jeder, der die Tanzsäle mit seinen flinken Füßen zu betreten wünschte, musste einzig ihm verraten, wer sich hinter dem getragenen Schleier verbarg. Während also keiner augenscheinlich wusste, welch Persönlichkeit sich hinter ein jeder Gestalt verbarg, war es nur der von Gott Auserwählte, der die bittersüße Wahrheit kannte. Aber auch hier wieder muss ich mein Haupt vor meinen ausgefallenen Großvater beugen, denn die Ironie des Schicksals lag damit hauchfein in der Luft und wurde dann stickend zäh, als die lang ersehnten Hollands uns mit ihrer Anwesenheit beehrten!
Genau Heute vor mehr als ein paar Jahrhunderten war es nämlich geschehen, dass die Thurgoods durch all jene adeligen Gäste, die nun hier fröhlich Champagner verkosteten, aus dem Hohen Stand vertrieben worden waren. Der unscheinbare Sinn dahinter, gerade jenen grausamen Schreckenstag in einem solchen prunkvollen Ausmaße zu feiern? All unsere ehemaligen Feinde wurden exquisit vor uns vorgeführt! Wie zu jenem bitteren Fall der Thurgoods, sehen wir hier live vor unseren wachenden Augen, wie sie sich alle hinter falschen Gesichtern verstecken und ihre verheißungsvollen Ränke schmieden. Doch statt wie damals, als uns die dick aufgetragene Maske aus dem Nichts entrissen und unsere wahre Natur enthüllt wurde, war es nun jährlich an uns, all den anderen ihre falschen Gesichter von der Oberfläche zu kratzen! Wir waren diesmal Richter und Henker, sie alle waren unsere sich sicher glaubenden Schafe, welche unseres Innere Gelächter nie bemerkten.
Doch wo waren wir stehen geblieben? Die Hollands! Ja, ihr fragt euch nun zurecht, warum ich genau wusste, dass es die Hollands waren, die nun in Erscheinung traten; Doch war dies simpler als ihr vermutet! So Hochmütig wie sie schon immer waren, brachen sie allesamt die auferlegte Kleiderordnung. Der Familienvater, welcher bestaunenswert nur mit seiner Tochter auftauchte, trug nämlich eine strahlend goldene Montur wie auch sein Anhängsel, welches in einem genauso hellen Kleid aus der Masse stach. Man konnte es praktisch von den Masken all jener ablesen; Jedem entwich ein seufzen und das Augenrollen blieb hinter diesem Laut auch nicht verborgen! Die Hollands, als praktische höchstes Gut, dass uns beehrte, liebte natürlich ihren alles brechenden Auftritt. Aber nicht nur ihnen lief ein Lächeln über die Lippen, als sie mit ihrem erzielten Eindruck den gewünschten Applaus ernteten. Meinem Grovater und mir konnte das grinsen gar nicht mehr vergehen, als man die Maske von Archibald Holland sah; Ein Löwe! In meinem Inneren verfiel ich in einen nie endenden Lachanfall, denn entweder stank ihr Stolz wie Eitel dermaßen in den Himmel, dass sie ihr Wappen Tier unbedingt nach außen tragen mussten, oder sie verstanden das Sprichwort einfach nicht; wir sollten uns ein Gesicht auferlegen, ass unser tiefstes Inneres repräsentiert! Bei den Hollands war dies gewiss kein Löwe, ein jeder wusste doch, dass ihnen viel mehr der Geier stand!
Allerdings dauerte es nicht lange, bis sich das Königspaar der Tierwelt dort unten auf der Fläche trennte und der Löwenvater sein Junges alleine Ausschreiten ließ. Dies war dann auch genau mein Stichwort, denn den Augen meiner Maske gleichend behielt ich über alles den Überblick und der Natur des getragenen Tieres gleichend, pickte ich mir das am meisten glänzende Opfer aus den Massen! Jedoch war mir das Anhängsel des Hollands viel bekannter, als die meisten denken würden! Ich wusste genau, dass sich hinter dem Aufzug niemand geringeres als die Schönheit Belle Holland versteckte, die sichtlich auf ihrem Rundgang durch die Villa gelangweilt war. Beinahe schon auflauernd schlich ich mich an ihre Seite, als sie vor einem Gemälde stehen blieb. "Der größte Schatz, den dieser Ort zu bieten hat.", begann ich dann die Stimme verstellend zu erzählen und verwies auf den klitzekleinen Namen unten am Rand des Gemäldes ", das von Niemand geringeren als Kane Woods restaurierte Familiengemälde der Thurgoods." Während jedes Wortes wartete ich nur darauf, dass die braunhaarige neben mir erkennen würde, wer sich in der dunkel blauen Garderrobe neben ihr versteckte, während ich selbst das Gemälde ein klein wenig analysierte. Umgeben war es von einem Rahmen aus dünnen Gold und auf dessen Leinwand erstreckt sich das ursprüngliche Anwesen der Thurgoods, welches nach der Verbannung aus dem Adel genau auf diesem Grundtstück niedergebrannt wurde. Man konnte nur diesen riesigen Fetzen vor uns stehenden Stoff retten und ein altes Familienbuch- mehr blieb meinen damaligen Vorfahren nichts aus dem Goldenen Zeitalter unserer Familie. Das jedoch die Hollands jene waren, die uns verurteilten und das Feuer legten, geriet bis heute eher in den Hintergrund. Nach außen trugen wir als Gesamtheit der Gesellschaft ein stützendes Bild, doch im Inneren unserer Familien verabscheuten wir die jeweils andere! Dennoch war ich in der Lage, in Belles Nähe die Familiengeschichte weiter außen vor zu lassen. Zwar wollte ich nur zu gern den Namen Holland, wie jeden vor mir, in den Flammen lodern sehen- doch konnte ich Belle einiges an Symphatie abgewinnen.

@Belle Holland



Belle Holland hat ein Auge darauf
Belle Holland findet es zum Stalken gut!
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#3

RE: Be careful who you trust, the devil was once an angel. I May 20th. I Elijah T. & Belle H. I Closed

in » thurgood family's villa | richmond upon thames 31.05.2019 01:12
von Belle Holland | 16 Beiträge

Eine geraume Zeit sah ich auf das Gemälde vor meinen Augen, versucht jedes kleine Detail ausfindig zu machen, einen kurzen Moment der kalten Welt zu entfliehen die sich gerade in diesem Augenblick um mich herum abspielte. Ein lauteres Seufzen kam über meine Lippen, gelangweilt und ein Gähnen unterdrückend - meiner Meinung nach hätte ich den Abend spannender verbringen könnten, trotz allem war ich hier, bei dieser verhassten Familie und machte gute Miene zum bösen Spiel. Diese Spießige Veranstaltung, die stocksteifen Gäste, die langweilige Musik - all das schien mich müde zu machen, den Wunsch nach etwas Aufregung von Sekunde zu Sekunde zu steigern. Aber alles was zählte war gutes Ansehen, meine Vorfahren hatten ihren Teil dazu beigetragen dass dieses der Familie Thurgood nicht mehr das war, was es vor Jahrzehnten war. "Der größte Schatz, den dieser Ort zu bieten hat." Trotzt der verstellten Stimme die plötzlich neben mir auftauchte, musste ich den Kopf nicht zur Seite drehen, ich wusste genau wer neben mir stand: Elijah.
Wir kannten uns bereits und das sicherlich schon einige Jahre, waren uns auch das ein oder andere Mal als Kinder begegnet, aber es war unsere Familien Geschichte die zwischen uns stand, die dafür sorgte das wir uns eigentlich nicht leiden sollten. Aber für einen Thurgood war der Blondschopf wohl nicht einmal so übel. Er sprach weiter und ich lauschte seinen gewählten Worten. "Das von Niemand geringeren als Kane Woods restaurierte Familiengemälde der Thurgoods." - "Scheint als wäre dies ein ganz besonders Stück, nicht wahr? Ich würde sehr gerne mehr über diesen Schatz erfahren."
Ich drehte mich ein wenig zu ihm rüber. "Und scheint als wäre unsere Maskerade auch völlig überflüssig." Auf meinen Lippen bildete sich ein leichtes und allwissendes Grinsen, für einen Moment schien es als würde der Abend gerade ein wenig an Spannung gewinnen. "Eine sehr interessante Maske, die du trägst. Hinter dieser steckt doch ganz gewiss auch eine Geschichte, oder?" Schmunzelnd ging ich an ihm vorbei, nahe genug um ihm weiterhin im Auge behalten zu können, meine Fingerspitzen berührten flüchtig das dunkle Holz der filigran verzierten Kommode, ehe ich den Kopf über die Schulter drehte und musternd zu Elijah sah.
"Also .. Thurgood. Möchtest du nicht ein guter Gastgeber sein und mich ein wenig herumführen? Ich wette in eurem Anwesen gibt es noch mehr solche Schätze die entdeckt werden wollen." Meine Worte waren bewusst zweideutig gewählt, abwartend und herausfordernd. Die Klassische Musik, das laut und durcheinander gewählte Geschwätzt der anderen Menschen war längst in den Hintergrund gerückt, meine Aufmerksamkeit lag nun auf dem Blonden Jungen Mann der innerhalb kürzester Zeit mein Interesse geweckt hatte und dessen Gesicht von dieser aufregende Rabenmaske versteckt war. Alles was ihn wohl dabei verriet waren seine eisblauen Augen, die beinahe die selbe Farbe hatten wie meine. Ob ich ihn dazu bringen konnte seine Maske für diesen Abend fallen zu lassen? In der Hoffnung ihn durchschauen zu können, seine Geheimnisse heraus zu kitzeln und so gleichzeitig mehr über ihn erfahren zu können, denn das war es was mir Macht verlieh - die geheimen Dinge anderer für mich zu behalten und zur gegebener Zeit gegen deren Besitzer zu verwenden. Aber es waren nicht nur seine so verborgenen Geheimnisse die mich interessierten, nein ich war mehr als bereit diesem stocksteifen Abend etwas Leben einzuhauchen und mich ein wenig von der Herde in diesem Raum zu entfernen, mit dem Sohn des Gastgebers höchstpersönlich. "Also.. auf was wartest du? Ich langweile mich bereits." Das leichte Grinsen weiterhin vorhanden, ich hatte keine Bedenken das ich den Abend alleine verbringen würde.

@Elijah Thurgood



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zuletzt bearbeitet 31.05.2019 01:13 | nach oben springen

#4

RE: Be careful who you trust, the devil was once an angel. I May 20th. I Elijah T. & Belle H. I Closed

in » thurgood family's villa | richmond upon thames 06.06.2019 00:45
von Elijah Thurgood | 266 Beiträge

Ein Scharade der Maskerade lag uns Thurgoods praktisch so gut wie im pulsierenden Blut, schließlich waren wir die Meister der gespaltenen Zungen und verstanden uns auf dem Gebiet, jeden noch so dornigen Menschen um unsere Finger zu wickeln, tödlich gut. Es gab eben schlichtweg keine vergleichsweise gespaltene Zunge wie die unsere, so gab es damit auch kein anderes Püppchen auf dem Schachbrett der Gerichte, welcher einer flüchtig ausgesprochenen Silbe unserer Lippen nicht verfallen wäre! Wenn der gnädige Gott also angeblich jedem einzelnen Menschen schon zur bloßen Geburt in deren Wiege eine einzigartige Gabe zu vermachen wagt, dann stammte unsere dahingehend direkt aus den schwarzen Tiefen der Hölle! Denn wir sind die wortwörtliche Schlange im Eden, doch kein einziger mag uns noch aus zu sperren, gar unserem Gift spuckenden Mäulern zu entkommen- denn wenn man einen Thurgood mit seinen Unschulds Augen samt strahlenden Heiligenschein auf einen zukommen sieht, ist man viel zu sehr von diesem Anblick verblendet, als dass man die offensichtliche Gefahr vor den bloßen Augen zu erkennen vermag. Allerdings sind wir auch um weitaus klüger, als das dahin schmelzende Ungetüm aus den Worten der heiligen Schrift. Statt die grobe Drecksarbeit, all Jene letzendlich zu verbannen dem Herrn und Richter zu überlassen, beißen wir mit unseren Fangzähnen direkt in die Kehle unserer Opfer und erledigen die Schandtat einfach von selbst. Warum, fragst du dich, wie blasphemisch ich auch noch dazu klinge? Halte dir eine Sache grundsätzlich im Hinterkopf: Schwingst du den alles entscheidenden Hammer, dann kann dich kein anderer mit diesem richten! Also sag mir, ist es so verwerflich, dass wir alles geben, nur um diesen in unseren Händen zu wissen? Ich kann es in deinen Augen ablesen; du würdest auch alles für diese Macht tun! Aber so sind wir alle, in dieser unscheinbaren Schicht. Ein jeder von uns buhlt um etwas, was der andere schon längst besitzt, oder behauptet in seinen Händen zu halten. Dolchstoße werden wie Blumen umher gereicht und die Stolpersteine, auf denen wird nahezu akrobatisch balanciert- und wer das Gleichgewicht nicht zu wiegen weiß, der fällt nun mal vom Brett. Game over!
"Ein besonderes Stück, nennst du wohl auch diesen Stoff, den du an deinen Leib trägst, Belle", entgegnete ich ihren leicht gefällten Worten, während ich auf das Gemälde blickte und die eben aufgekommenden Gedanken darin vereint sehe: Auf diesem Fetzen Stoff, stehen nur wir, erhaben über alle anderen, in unserem eigen kreierten Königreich! Vor Jahrhunderten wäre nun wohl mein Kopf gerollt, aber wir alle von meinem Blut waren wahrlich wandelnde Götter auf Erden. Selbstverliebtheit? Nun ja, wenn man keinen zu ehren hat, was bleibt einem mehr übrig, als das eigene auserkorene Wohl? Gar nichts. "Hinter jedem Zentimeter den du siehst, steckt eine Geschichte, Ms. Holland. Manche davon sind eben nur schwer zu lesen, während alle anderen so aufgeschlagen dahin prahlen, wie deine verzierte Löwenmaske. Ich ziehe es eben vor, mit meinen Worten zu flüstern, nicht zu brüllen, wie ihr.", führte ich meine Denkweise strikt weiter fort, während meine ruhig voranschreitenden Schritte die Lady bis zur Kommode folgten. Allerdings lag in meinen Worten keine bloße und reine Arroganz, ganz im Gegenteil, sie barg eine offensichtliche Moral, die selbst unsere Holland sicher verstand. Denn während der Löwe brüllt und alle wachen Augen auf sich zieht, kann ein stummer Rabe unbemerkt zwischen alle Gestalten flattern, ohne auch nur durch seinen Schatten erkannt zu werden. Eine Krone zieht so viel Aufmerksamkeit auf sich, wie ein strahlender Diamant. Aber das genossen die hoch angesehenen Hollands ja, nicht wahr? Zu schade, dass sie im Rampenlicht nicht bemerken, vor blendenden Licht, welch trügerisches Volk im dunklen wandelt. Allerdings entlockte sie mir auch ein Schmunzeln, als sie ihre nächsten Phrasen gerade heraus wählte. "Euch stehen alle Türen offen", stimmte ich an ihrer doppel Deutigkeit an und zog mit bedacht meinen nächsten Schachzug,"also verzeiht mir meine eben dahin gerissenen Sätze, ich führe euch gern." Denn wann, folgte der königliche Löwe schon einem fliegenden Vogel am Himmel, den er ohnehin nicht hätte greifen können? Ganz klar nur in dem Moment, wenn vor Hunger und Durst dem Wege abkomme. Also, Belle, warst du so durstig und hungrig, dass du mir einfach folgen würdest? "Also, hier kommt mein demütigster Vorschlag: wir beide gehen einfach hinauf in den 2. Stock", erklärte ich und sprach direkt den verbotenen Bereich an, der für diesen Abend hätte geschlossen bleiben sollen"und von dort, zeig ich dir ganz unter uns, wie ich alles sehe." Schon bald als die letzte Silbe verklang und sie erreichte, streckte bereits meine Hand nach ihr aus, einladend und sicherlich beschützend warm, um unsere Löwin in ein fein gesponnenes Netz zu wickeln.

@Belle Holland



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#5

RE: Be careful who you trust, the devil was once an angel. I May 20th. I Elijah T. & Belle H. I Closed

in » thurgood family's villa | richmond upon thames 06.06.2019 20:06
von Belle Holland | 16 Beiträge

"Ein besonderes Stück, nennst du wohl auch diesen Stoff, den du an deinen Leib trägst, Belle." schmunzelnd blickte ich noch einmal zu ihm rüber. "Dieses Kleid wurde in Paris hergestellt, war sündhaft teuer als würde ich es ein besonderes Stück nennen, gefällt es dir Elijah?" ich betonte seinen Namen und ging dann ein wenig weiter, ehe ich stehen blieb und einen kurzen Blick hinauf zu dem auffälligen, filigranen Kronleuchter warf. "Hinter jedem Zentimeter den du siehst, steckt eine Geschichte, Ms. Holland. Manche davon sind eben nur schwer zu lesen, während alle anderen so aufgeschlagen dahin prahlen, wie deine verzierte Löwenmaske. Ich ziehe es eben vor, mit meinen Worten zu flüstern, nicht zu brüllen, wie ihr."
Ein leichtes süffisantes Grinsen lag auf meinen Lippen, ehe ich leicht den Kopf schüttelte. "Du denkst also brüllen ist alles was wir können, Thurgood? Oh, du hast keine Ahnung, dieses Vorurteil ist längst überfällig meinst du nicht? Löwen strotzen nur vor Kraft, sind majestätisch und beschützen die die sie lieben. Du kannst uns so hochmütig nennen wie du willst, Elijah. Aber wir werden nirgendwo hingehen, wir werden immer verteidigen was rechtmäßig uns gehört." Natürlich verstand ich seine Moral und was er mir damit sagen wollte, aber es interessierte mich grundsätzlich nicht, Kritik hatte ich mir früher auch nicht zu Herzen genommen, wieso auch? Ich wusste genau zu was ich in der Lage war und wie ich bekam was ich wollte. "Euch stehen alle Türen offen, also verzeiht mir meine eben dahin gerissenen Sätze, ich führe euch gern." - "Oh, wie höflich von euch, ehrlich gesagt hatte ich auch nichts anderes erwartet." antwortete ich mit einem flüchtigen Nicken, ehe ich noch einmal schmunzelte und abschätzend auf seine Hand blickte, ob ich diese ergriff?
Ja, nicht weil ich ihm demütig folgen würde, nein wir würden Auge in Auge, auf der selben Höhe nebeneinander laufen. Vorsichtig und mit einer flüchtigen Bewegung griff ich allerdings nicht nach seiner Hand, die um einiges größer war als meine zartere Kleine. Ich umfasste seinen Arm mit meinem und legte meine Handinnenfläche auf seinen Oberarm. "Also, hier kommt mein demütigster Vorschlag: wir beide gehen einfach hinauf in den 2. Stock und von dort, zeig ich dir ganz unter uns, wie ich alles sehe." Gemeinsam verschwanden wir aus dem Raum, beinahe als wären wir gemeinsam auf der Flucht, einfach nur weg von der Stocksteifen Gesellschaft, weg von den furchtbar giftigen Blicken die unsere Väter sich mehr als auffällig zuwarfen. In dieser Eigenschaft hatten wir ihnen wohl etwas voraus - wir zeigten unseren Hass nicht, hassten wir uns überhaupt? Wahrscheinlich sollten wir das, alleine schon aufgrund der Geschichte die uns verband, die uns prägte. Aber eins stand fest: Wann immer wir uns sahen, es fiel kein böses Wort über unsere Lippen. "Du führst mich also hinauf in den verbotenen Zweiten Stock? Womit habe ich diese Ehre denn verdient?.. Und was ist, wenn ich ein paar ganz bestimmte Räumlichkeiten sehen will?" Zum Ende hin grinste ich leicht, ich hatte gewiss nicht vor, wann immer wir in seinem Reich ankamen, über ihn herzufallen - dafür war ich mir zu schade, es sollte ein Privileg sein mir nahe zu kommen, aber verdammt ich spielte einfach zu gerne und jetzt war Elijah eben der Auserwählte, spannender würde es an diesem Abend gewiss nicht mehr werden. Gemeinsam mit dem Gastgeber entfernte ich mich vom Fest, bis man die Musik nur noch leise hinter uns hören konnte. "Wenn ich mit dir die Treppen hinauf gehe.. verliere ich dann etwa meine Seele oder ähnliches?" Für einen kurzen Moment sah ich zu dem Blonden jungen Mann hinauf, der auf einer Treppenstufe über mir stand, ich lies meine Hand von seinem Unterarm zu seiner Hand gleiten. Dabei hatte ich dieses gewisse herausfordernde Grinsen auf meinen Lippen.

@Elijah Thurgood



YOU HAVE TO BE COLD TO BE QUEEN


Elijah Thurgood lässt die Fetzen fliegen!
zuletzt bearbeitet 06.06.2019 20:07 | nach oben springen


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