• SPIELORT: LONDON • REAL LIFE - RPG • SZENENTRENNUNG • ROMANSTIL • FSK-18 • SEIT '10 2018 •
#1

distinct difference • best friend / right hand man

in » gentlemen 03.03.2019 02:20
von Alistair McCallum | 1.117 Beiträge



• name | alter | tätigkeit | sozialer rang •
» Alistair McCallum | 36 Jahre | CEO des Chronicle | Oberschicht

• spiegelbild •
» Mr. Henry Cavill


• charakterinformationen •
Alistair McCallum – ein Mann der großen Taten, ein Erfolgsmensch, ein Arbeitstier. Alistair, der sich in nur wenigen Jahren ein Unternehmen aufbaute, was anderen nicht einmal nach Jahrzehnten gelungen wäre. Und alles davon hat er seinem Ehrgeiz und seinem Hang zur Perfektion zu verdanken. Er würde nicht dort stehen, wo er jetzt ist, wenn er nicht derart zielgerichtet auf seinen Ambitionen beharrt hätte. Selten trifft man einen Menschen, der sich so leidenschaftlich und intensiv seiner Arbeit widmet wie er.

Wenn man Alistair begegnet – der Mann, der er heute ist – würde man wohl kaum glauben können, dass er einem kleinen Örtchen inmitten der schottischen Highlands entsprungen ist. Vielmehr käme man auf die Idee, ihn als Sohn alteingesessener Aristokraten einzustufen, oder vielleicht auch des ein oder anderen erfolgreichen Unternehmers, aber nein, seinen gesamten Erfolg hat er sich selbst erarbeitet, sein Imperium eigens aus dem Boden gestampft.

Aufgewachsen als jüngstes von insgesamt neun Kindern waren seine frühen Jahre alles andere als entspannt. Die Sache mit dem Nesthäkchen sein ist die, Jeder ist der Meinung, man könnte ihn als persönlichen Fußabtreter gebrauchen, Widerworte wurden dabei nicht geduldet. Doch Alistair fand seine Schlupflöcher. Er entwickelte Methoden und Wege, wie er seine älteren Geschwister zufriedenstellen, gleichzeitig aber unbemerkt auch seinen eigenen Interessen nachfolgen konnte. Er begann, die Personen aus seinem Umfeld regelrecht zu analysieren, ihre Verhaltensweisen zu studieren und auszuloten, wie er sich wiederum ihnen gegenüber verhalten musste, um in ihren Gunsten zu stehen. So war er in der Lage, sich Vorteile gezielt herauszuschlagen, ohne dass irgendjemand etwas davon mitbekam. Nun gut, seine Mutter hatte bestimmt einen Sinn dafür gehabt, doch gesagt hatte sie glücklicherweise nie etwas.
Im Grunde war seine Kindheit aber recht friedlich verlaufen, mal von dem ständigen „Tu dies“ „Tu das“ abgesehen. Zudem würde ihm dieser überaus geübt analytische Blick, den er sich bereits in solch jungem Alter angeeignet hatte in seinem späteren Leben durchaus noch zu Gunsten kommen.

Was seine Geschwister betraf, so war es für ihn nicht immer einfach, einen engeren Draht zu ihnen aufzubauen. Im Allgemeinen ging er mit Bindungen alles andere als leichtfertig um. Er mochte zwar noch so bewandert darin sein, was das richtige Reagieren auf das Verhalten Anderer betraf und wirkte dadurch meist freundlich, regelrecht charmant, doch letzten Endes sah er nur die Wenigsten als ernsthafte Bindungen an. Seine Familie liebte er natürlich, keine Frage, doch er liebte sie auf seine Weise und verglichen mit der allgemeinen Offenheit, in der seine Geschwister und seine Mutter Zuneigung austauschten wirkte er mit seiner Zaghaftigkeit in diesem Bereich doch recht distanziert.
Zu seiner lediglich zwei Jahre älteren Schwester baute er eine recht enge Bindung auf – die engste womöglich -, doch je weiter sich Alistairs Alter von dem seiner Geschwister entfernt, desto distanzierter scheint das Verhältnis zu sein, schließlich hat seine älteste Schwester nicht weniger als 19 Jahre vor ihm das Licht der Welt erblickt.
In einem Gespräch mit seiner Mutter damals, als er gerade einmal das Jugendalter erreicht hatte, hatte sie ihm versichert, dass seine Empfindungen kein Grund zur Sorge waren – einem 12-jährigen Jungen konnte eine solche ‚Andersartigkeit‘ schließlich durchaus etwas verunsichern – und er jedes Recht hatte, anders zu denken und vor allem zu fühlen, als er es vom großen Rest seiner Familie kannte. Im Allgemeinen hatte in dieser seit jeher ein überaus warmes Klima geherrscht. Der offene Ausdruck von Zuneigung und körperliche Nähe waren ein gängiges Schauspiel in dem großen Haushalt, so stellte Alistair also durchaus eine Besonderheit dar. Doch seine Mutter hatte auch in dieser Situation ihr Talent unter Beweis gestellt, immer zu wissen, was sie sagen musste, um ihren Kindern ein gutes Gefühl zu geben. Niemand war gleich und derlei Besonderheiten konnten einen nur noch liebenswürdiger machen.

Als Alistair kurz vor seinem 13. Geburtstag stand, traf er die Entscheidung, ein Internat besuchen zu wollen und zwar nicht nur irgendein Internat, er wollte ins drei Stunden entfernt liegende Elgin nach Gordonstoun. Schon zu Beginn seiner Schullaufbahn hatte er äußerstes Interesse am Lernen gezeigt, eine Eigenschaft die selten ein Kind in seinem Alter an den Tag legt. Die Hausaufgaben zu erledigen und zusätzliche Fleißarbeiten abzuliefern waren für ihn durchaus erfüllende Tätigkeiten, selbst wenn er dafür die ein oder andere Hänselei von wegen „Streber“ einstecken musste. Er war ein überaus intelligentes als auch frühreifes Kind, sodass das was ihm an der örtlichen Schule geboten wurde ganz einfach eine Unterforderung für ihn darstellte. Es war ein langes Hin und Her bis die Entscheidung endlich feststand, dass sein Wunsch ihm gewährt werden würde. Das Internat war nicht billig, doch für Arabella Douglas stand seit jeher das Wohl und die Zufriedenheit ihrer Kinder an erster Stelle. Sie versuchte so viel wie möglich anzusparen und auch einige der älteren Geschwister Alistairs halfen dabei, das nötige Geld zusammen zu bekommen. Damals war dem jungen Alistair noch nicht bewusst gewesen, wie sehr seine Familie sich für ihn eingesetzt hatte, dass es letztendlich doch funktionierte, inzwischen ist ihm dies natürlich durchaus bewusst und er weiß es auch überaus wertzuschätzen.

Ab August des Jahres 1996 war er also ein Schüler Gordonstouns. Die Schule förderte ihn wie es sonst keine vermocht hätte. Mit Disziplin und Struktur leiteten die Lehrer ihre Schützlinge an, achteten penibel genau darauf, dass ein jeder von ihnen gute Ergebnisse erzielte und sich nicht gehen ließ. Es war genau das Richtige für einen fleißigen, ehrgeizigen Heranwachsenden wie Alistair. Im Unterricht tat er sich als einer der Besten hervor, was soziale Kontakte betraf, war er allerdings weniger bewandert. Es störte ihn nicht unbedingt. Die ein oder zwei Gleichaltrigen, mit denen er sich umgab, hätte er zwar nicht direkt als Freunde bezeichnet, aber zumindest gestalteten sie seine Zeit im Internat weniger einsam.
Kontakt zu seiner Familie zu halten war ebenso wenig seine Stärke. Immer waren es seine Mutter oder seine Geschwister, die ihn anrufen mussten, nie jedoch kam etwas von seiner Seite und das hat sich bis heute auch kaum geändert. Aber so war Alistair nun mal, seine Prioritäten lagen woanders.

Die Zeit am Internat endete für ihn, als er mit 17 Jahren frühzeitig seine A-Levels absolvierte. Zu diesem Zeitpunkt empfand er bereits großes Interesse daran, Texte zu verfassen, sich in Recherchen zu verlieren und zu berichten. Der Bereich des Journalismus schien für ihn schon seit Längerem recht naheliegend und nachdem er ein mehrwöchiges Praktikum bei einer lokalen Zeitung hinter sich gebracht hatte, stand fest, dass er diese Richtung weiterverfolgen wollte. In den Jahren vor seinem Abschluss hatte sich einiges geändert. Alistair war gewissermaßen offener geworden – so offen wie jemand wie er eben sein kann. Natürlich achtete er immer noch stets darauf, eine gewisse, seiner Meinung nach „gesunde“ Distanz zu wahren, dennoch hat er sich in den Jahren am Internat einige soziale Fähigkeiten angeeignet. Fähigkeiten, die für seinen Werdegang durchaus wichtig waren. Mit einer eloquenten, unerschütterlichen Art stieg er also in sein Studium ein und begann dieses mit einer Disziplin und Struktur, die nur wenige Studenten innehatten. Grundsätzlich waren ihm diese beiden Eigenschaften überaus wichtig. Die Disziplin, die auf Gordonstoun so hoch geschrieben wurde, behielt er sich auch stets für seine Zukunft bei, wenn auch wesentlich pedantischer als ursprünglich angedacht.


Wie bereits einige seiner Geschwister vor ihm zog es schließlich auch ihn nach London, wo er an der London University sein Journalismus-Studium begann. Anfangs war es das einzige, das er tat, wobei man anmerken muss, dass er darin voll und ganz aufging. Erst als er sich dazu entschied – teils aus Interesse, teils aber auch aus Ermangelung finanzieller Mittel heraus – einen Nebenjob bei der Daily Mail anzugehen, kam er etwas mehr aus sich heraus. Er baute sich ein Umfeld aus Gleichgesinnten auf, sammelte Kontakte, die seiner Zukunftsplanung zugutekommen sollten. In dieser Zeit ging er auch seine ersten ernsthaften Beziehungen ein, kaum je mit nennenswerten Personen, dennoch die Erfahrung wert.
Die ersten Jahre seines Studiums verliefen also ganz nach Alistairs Wünschen. Seine Arbeit bei der Zeitung war durchaus von Erfolg gekürt, worauf er auch durchaus stolz sein konnte. Doch der junge Mann war noch nie Jemand gewesen, der sich auf den Erfolgen der Gegenwart ausruhte, sondern vielmehr an die Zukunft dachte.
Seinen Bachelor als auch seinen Master schaffte er mit Bravour und wie es in seiner Familie üblich war, wurde dies natürlich feierlich zelebriert. Entgegen dem Wunsch seiner Mutter verweilte Alistair jedoch nicht einige Wochen bei ihr in Glencoe – schließlich bekamen sie sich fast nur noch zu den alljährlichen Weihnachtsbesuchen zu Gesicht – sondern kehrte bald nach London zurück, um die Pläne in die Tat umzusetzen, die schon seit einer Weile in seinem Kopf gekeimt hatten. Durch seine Arbeit bei der Daily Mail hatte er sich durchaus einige Ersparnisse zur Seite legen können, mit denen er sich nun seine eigene Zeitung aufzubauen gedachte. Es war kein einfaches Unterfangen, das war ihm von vornherein bewusst, aber er würde sich nicht von Zweifeln aufhalten lassen, das hatte er noch nie und er dachte nicht daran, damit nun anzufangen.
The Chronicle wurde also ins Leben gerufen und was anfangs noch als kleine Zeitung mit nur wenigen Lesern begann, sollte schon bald zu einer wahren Sensation werden. Zu Beginn konnte Alistair noch nicht derart viel Zeit für seine Zeitung aufwenden, wie er es sich gerne gewünscht hätte - schließlich schrieb er parallel dazu auch an seiner Doktorarbeit -, weshalb anfangs auch nur monatlich eine Ausgabe erschien. Doch durch die Kontakte, die sich der junge Mann in den Jahren zuvor erarbeitet hatte, fanden seine Artikel sehr schnell weitere Interessenten und schon bald kamen die ersten Unterstützer und mit ihnen auch die ersten Mitarbeiter. Die Zeitung wuchs und obgleich dies auch mehr Arbeit bedeutete, konnte Alistair diese teils auch delegieren, um sich intensiver seiner Arbeit widmen zu können. Nach einem Jahr erschien The Chronicle bereits wöchentlich und nachdem ein weiteres vergangen war, sogar täglich. Zu diesem Zeitpunkt zählte Alistair 25 Jahre und konnte sich eines überaus zufriedenstellenden wirtschaftlichen Standbeins erfreuen. Die Abgabe seiner Doktorarbeit verzögerte sich noch etwas, da die Zeitung mehr und mehr von seiner Aufmerksamkeit forderte, doch mit 27 war endlich der Zeitpunkt gekommen, dass er seinen PhD mit summa cum laude erhielt und gleichzeitig auch zu einer namhaften Persönlichkeit in der Londoner Journalismus-Gesellschaft geworden war. Die Leute schätzten seine Direktheit und Ehrlichkeit, die in seiner Arbeit zu sehen war. Für ihn war es das wichtigste, den Leuten die nackten Fakten zu geben – keine Euphemismen, keine Verunglimpfungen oder Diffamierungen – und genau das schien anzukommen. Seine Belegschaft wuchs, ebenso wie seine Leserschaft und sein Ansehen. Auch über seinen Kontostand konnte er sich keineswegs beklagen, doch weshalb nach den Wolken greifen, wenn man die Sterne erreichen konnte? Für ihn gab es kein Ausruhen, keine Atempausen, er wollte Erfolg und opferte sich voll und ganz für seine Arbeit auf.

Erst als er kurz vor seinem 28. Geburtstag eine Dame bei einem Dinner kennenlernte und einige überaus erfüllende Stunden mit ihr teilte, schien sich seine Aufmerksamkeit etwas auf andere Dinge zu konzentrieren – für eine Weile zumindest. Nach einigen Verabredungen fanden er und Emilia sich in einer Beziehung wieder, der es an elektrisierender Spannung als auch Verlangen nacheinander nicht zu mangeln schien. Es dauerte nicht lange, bis klar wurde, dass diese Beziehung nichts unbedingt Kurzfristiges werden würde. Sie stammte nicht unbedingt aus armen Kreisen, ganz im Gegenteil, und nachdem Alistair sich auch unter ihrer Verwandtschaft einen gewissen Beliebtheitsgrad erarbeitet hatte, tauchten bereits die ersten Kommentare zu einer möglichen Verlobung auf. Nach nur eineinhalb Jahren Beziehung wagten die Beiden schließlich den Schritt und Alistair steckte seiner Geliebten einen Ring an den Finger. Sie schienen wie der Inbegriff des perfekten Paares – schön, erfolgreich und noch dazu wohlhabend. Die Leute beneideten sie, wollten gar sein wie sie. Doch hinter dieser allzu perfekten Fassade war nicht alles so rosarot wie man es sich vielleicht vorgestellt hätte. Sie Beide waren nicht unbedingt Persönlichkeiten, mit denen man leichtfertig umgehen konnte. Er hatte sich in den vergangenen Jahren einen solchen Pedantismus angeeignet, dass man diesen schon fast als krankhaft beschreiben konnte. Zwar wusste er ihn überaus effektiv zu verbergen, doch im privaten Raum konnte er durchaus unerträglich werden. Sie auf der anderen Seite legte teils ein solches Temperament an den Tag, das man an manchen Tagen kaum mit ihr sprechen konnte, ohne sich einem lautstarken Vortrag über dies und jenes gegenüberzusehen. Vielleicht waren sie beide doch keine solch perfekte Kombination wie es im Auge der Öffentlichkeit den Anschein hatte. Dennoch klingelten am 11. Juli 2013 die Hochzeitsglocken und läuteten einen Tag voll dekadenter Feierlichkeiten und den Einstieg in ein Leben des gemeinsamen Luxus ein.
Nach ihren Flitterwochen kauften die Beiden sich ein Haus in Kensington, doch selbst das schöne Heim, welches sie sich dort errichteten konnte ihr Glück nicht lange halten. Mit der Zeit taten sich immer neue Hürden in der jungen Ehe auf – Alistairs Arbeitswut, ihr ungestümes Temperament und der Fakt, dass sie vielleicht von Anfang an nicht perfekt füreinander gewesen waren, doch wer wollte sich das schon eingestehen so frisch nach der Hochzeit? Zu Beginn schnitt keiner von Beiden das Offensichtliche an und sie versuchten einen gemeinsamen Alltag zu erarbeiten, mit dem sie leben konnten, doch letztendlich wurde es ihr doch zu viel und sie konnte es nicht länger ungesagt lassen. Alistair allerdings war zu sehr mit seiner Arbeit beschäftigt – schließlich war er gerade dabei, seinen neuen Sitz für den Chronicle errichten zu lassen -, als dass er sich allzu sehr auf die offensichtlichen Eheprobleme hätte konzentrieren können. Natürlich machte dies alles nur noch schlimmer. Niemand erfreute sich wohl an dem Gefühl, nicht die oberste Priorität in den Augen des Gemahls zu sein, und so war es tatsächlich. Für Alistair hatte schon immer seine Arbeit an erster Stelle gestanden.

Im Jahr 2014 zog The Chronicle schließlich in den gleichnamigen Chronicle Tower – ein Gebäude, das derart viele Stockwerke beinhaltete, dass es sogar die Skyline Londons verändern sollte. Die Zeitung war in den Jahren zuvor zu einer festen Größe in der Hauptstadt, eigentlich im gesamten Land, geworden, teils sogar die meistgelesene Zeitung ganz Londons, und das Geld floss stetig. Alistair war kaum mehr wirklicher Journalist, er war Unternehmer und Geschäftsmann und darin war er überaus talentiert. Er verstand sich darauf, Verhandlungen zu führen, ließ keine Vertragsunstimmigkeit unkommentiert und wusste sein Auftreten derart zu verändern, dass er sich ganz den Vorlieben seines Gegenübers anpassen konnte. Seinen Grundsatz, nur echte Informationen zu drucken und keine Gerüchte, behielt er stets bei und appellierte so oft er konnte an seine zahlreichen Mitarbeiter, diesen ebenfalls einzuhalten. Seine Zeitung hatte einen Status als glaubwürdige Quelle erhalten, die sich durch intensive Recherche und Informationsvielfalt hervorgetan hatte.
Doch so gut es auch im Geschäftlichen lief, so schlecht sah es in seinem privaten Bereich aus. Mit seiner Gattin konnte er kaum mehr ein Wort wechseln, ohne dass dieses in wüsten Beschimpfungen und Streitgesprächen ausartete. Sie fühlte sich stets von seinem peniblen Verlangen nach Struktur und Ordnung gestört, hielt ihm vor, dass er es selbst nur geringfügig bemerkte und lieber zu einem Psychologen schauen sollte, und er sprach sich des Öfteren negativ über ihre Zügellosigkeit aus, obgleich er keine offene Abneigung gegen die Tatsache zu zeigen schien, dass sie sich zum Teil auch andere Männer ins Bett einlud. Gerade dies sollte eigentlich ein Zeichen sein, dass die Ehe nicht mehr zu retten war, doch aus welchem Grund auch immer schienen die Beide nie in der Lage gewesen zu sein, sich zu diesem Schluss hinreißen zu lassen.
Und das war gut so, denn als die Emotionen im September des Jahres 2018 überraschend hochzukochen begannen, konnten sie sich sogar zu einem klärenden Gespräch zusammenfinden und seither scheint bei Beiden der Wille auf eine Besserung der Ehe wieder vorhanden zu sein - ein Neustart, wenn man so will.


• schreibstil •
» [ ] erste Person ; [ x ] dritte Person ; [ ] ich passe mich an ; [ ] kürzere Posts ; [ x ] längere Posts ; [ x ] gemütlicher Poster ; [ ] Powerposter ; [ ] mal so, mal so

• schreibprobe •
Alistairs Tag im Büro hatte heute bereits um sieben Uhr begonnen. Nun gut, außergewöhnlich war das für seine Arbeitsgewohnheiten nicht unbedingt, dennoch hatte er sich vor allem in den letzten Wochen gegönnt, etwas länger im Bett liegen zu bleiben. Ganz einfach, weil er inzwischen wieder genoss, neben Emilia aufzuwachen.
Heute allerdings war Montag, eine neue Woche begann und mit ihr wartete auch neue Arbeit auf ihn. Bereits bei seinem Eintreffen im Büro hatte ein ganzer Stapel an Dokumenten auf ihn gewartet und auch beim Einschalten seines Computers waren zahlreiche neue Emails in seinem Posteingang zu finden gewesen. Zunächst machte er sich jedoch daran, seinen Plan für diesen Tag durchzugehen, welche Aufgaben und Termine anstanden und welche Prioritäten er bei seinen Erledigungen setzen musste. Alistair besaß einen solchen Plan für jeden einzelnen seiner Arbeitstage. Ohne wäre es – seiner Meinung – nicht möglich, vollkommen effektiv zu arbeiten.
Laut ebenjenes Plans standen erst für heute Nachmittag einige Meetings an, weshalb er sich nun getrost an die Abarbeitung der Dokumente und Mails, die auf ihn warteten, machen konnte.
Das meiste war nichts, mit dem er sich lange befassen musste. Ein Blick darüber, eine kurze Kontrolle, und die Unterschrift darunter. Manche Dinge, die ihm nicht ganz durchsichtig vorkamen, prüfte er natürlich genauer, doch an sich konnte er vor allem bei den Dokumenten, die intern an ihn weitergegeben worden waren, darauf vertrauen, dass seine Angestellten gute Arbeit leisteten. Es waren unglaublich viele verschiedene Personenschläge, die beim Chronicle arbeiteten, doch sie alle hatten etwas gemeinsam - sie besaßen unglaubliches Potenzial und Alistair konnte sich ihrer Fähigkeiten sicher sein. Nun gut, es hatte durchaus Fehlgriffe in der Vergangenheit gegeben, Angestellte, bei denen sich herausstellte, dass man doch nicht derart auf sie vertrauen konnte, wie anfangs gedacht. Doch im Allgemeinen war er wirklich froh, mit derart tüchtigen Journalisten und Redakteuren gesegnet zu sein. Zwar mochte er oft recht unterkühlt, beinahe steif wirken, doch inzwischen hatten sich die meisten seiner Angestellten an seine Art gewöhnt. Und obgleich er es ihnen selten wirklich direkt sagte, wusste er die Arbeit, die sie ablieferten, wertzuschätzen. Ihm war bei der Entscheidung der Einstellung egal, woher die Leute kamen, wer sie waren, wie sie aussahen, oder - wie es so vielen unverständlicherweise noch wichtig zu sein schien - wen sie liebten, das was zählte war, ob sie der Aufgabe gewachsen und in der Lage waren, gute Arbeit abzuliefern. Ihm selbst hatte man anfangs auch nicht zugetraut, dass er sich je einen Namen in der Pressewelt machen würde, doch nun saß er hier, im Chronicle Tower in seinem Büro, durch dessen Fensterfront man einen fantastischen Ausblick über fast ganz London hatte, mit gerade einmal 36 Jahren. Er hatte hart dafür gearbeitet und ebenso, wie letztendlich seine harte Arbeit entlohnt wurde, so hatte auch er selbst großen Respekt vor Denjenigen, die bereit waren, solch harte Arbeit zu leisten.

"Mr. McCallum?" Alistair blickte auf. Aus dem Augenwinkel erkannte er, dass es inzwischen knapp 10 Uhr war, was hieß, dass sich nun auch der große Rest der Arbeiterschaft hier eingefunden haben musste.
Seine Sekretärin hatte den Kopf hereingesteckt und lächelte ihn mit ihrem üblich freundlichen Lächeln an. "Mr. Tindall hat angefragt, ob er kurz einen Moment Ihrer Zeit beanspruchen könnte. Er..." Für einen Moment verschwand sie wieder aus seinem Blickfeld und während der Ausdruck auf seinem Gesicht leichte Verwirrung aussprach, konnte er leises Diskutieren vor der Tür vernehmen. Keinen Augenblick später erschien ihr Kopf schließlich wieder.
"Er möchte Ihnen Jemanden vorstellen...?" Ihr Ton ging in eine Frage über. "Es geht wohl um heikle Informationen?"
Die Verwirrung lag weiterhin auf Alistairs Zügen. Normalerweise gab es vorher einen Bescheid, sollte es etwas Wichtiges zu besprechen geben. Vielleicht sprach gerade das dafür, dass es tatsächlich, wie sie sagte, heikle Informationen waren. Ein kurzer Blick auf den inzwischen wesentlich kleineren Dokumentenstapel bestätigte ihn schließlich in seiner Entscheidung. Ein wenig Zeit konnte er nun zumindest erübrigen.
Alistair hob seine Hand in einer einladenden Geste. "Schicken Sie sie herein."







• name | alter | tätigkeit | sozialer rang •
» XX (den Namen kannst du ganz nach deinem Belieben gestalten, es sollte natürlich zum Gesicht passen) | 35/36 Jahre | Chefredakteur/ Stellvertretender CEO des Chronicle | Oberschicht

• beziehung •
» BESTE FREUNDE
XX ist eigentlich das genaue Gegenteil von Alistair und viele fragen sich wirklich, wie sich diese ungleichen Individuen zusammenfinden konnten, doch irgendwie scheint die Freundschaft allen Erwartungen zum Trotz einwandfrei zu funktionieren. Sie sind die jeweiligen Gegenpole voneinander, ist Alistair einmal zu ernst, zu versteift, vermag XX es, ihn etwas aufzulockern und lässt sich XX mal zu leicht zu etwas hinreißen, so weiß Alistair ihn durchaus zu gesunder Zurückhaltung zu bewegen. Vielleicht funktioniert dieses ungleiche Paar gerade deshalb so gut.


• gemeinsame geschichte •
» VARIANTE 1
Alistair und XX haben sich während ihres Studiums an der London University kennengelernt. Beide befanden sich im gleichen Semester ihres Journalismus-Studiums und erkannten schnell, dass ihre Zielsetzung durchaus Gemeinsamkeiten aufwies. Und gerade diese Gemeinsamkeiten verbanden sie in gewisser Weise, obgleich ihre Persönlichkeiten keineswegs derlei Gemeinsamkeiten aufwiesen, ganz im Gegenteil. Letztendlich beteiligte XX sich schon sehr bald an Alistairs Vorhaben, den Chronicle ins Leben zu rufen und wurde somit zum ersten wirklichen Mitarbeiter seiner Zeitung.

» VARIANTE 2
Die Beiden lernten sich in Schottland kennen, während sie gemeinsam das Gordonstoun-Internat besuchten. Anfangs blieb Alistair zwar noch für sich, hatte kaum etwas mit anderen Jungen zu tun, doch irgendwie fand XX Gefallen an diesem stillen "Streberjungen" und wollte irgendwann nicht mehr von seiner Seite weichen, obwohl dieser wenig nahbar wirkte. Vielleicht war es gerade die Herausforderung, die harte Schale zu knacken, die XX so lockte, schließlich liebte er Herausforderungen. Letztendlich freundeten die Beiden sich tatsächlich an und obgleich sich wenig an Alistairs Art änderte, schienen sich die Jungen mit der Zeit doch blind zu verstehen. Später bewegten sie sich schließlich in ein ähnliches Berufsbild, was sie dann auch zur gemeinsamen Zusammenarbeit brachte und XX bald schon zum Chronicle hinzustoßen ließ.

» FAKT IST:
Egal welche Variante dir mehr zusagt, letzten Endes ist es darauf hinausgelaufen, dass XX beim Chronicle zu arbeiten begann als einer der ersten Mitarbeiter, den die Zeitung aufzuweisen hatte. Durch seine Fähigkeiten und sein jahrelanges Beisein hat sich XX also seinen Platz an Alistairs Seite, als Chefredakteur bzw stellvertretender CEO des Chronicle redlich verdient. Sein journalistisches Talent, seine charmante Art und sein Vermögen, mit Leichtigkeit Gönner und Sponsoren für sich zu gewinnen haben sich durchaus bewährt und man kann sehen, dass er trotz seines teils ungestümen, sehr von Leidenschaft getriebenen Verhaltens voll und ganz bei der Sache ist und sich überaus aufopfernd für den Chronicle einsetzt. Denn er glaubt an Alistair und er glaubt an die Sache, die sie gemeinsam geschaffen haben.

» ZUR PERSÖNLICHKEIT:
XX ist ein überaus direkter, leidenschaftlicher und offener Mensch. Wie erwähnt stellt er so ziemlich das genaue Gegenteil zu Alistairs ernster, teils gar versteifter Art dar. Er genießt die "Schönheit der Menschen", wie er seine Ausflüge der fleischlichen Gelüste gerne beschreibt, er lässt sich leicht zu etwas hinreißen, wirkt in dieser Hinsicht teils gar recht naiv, doch man kann nicht von ihm behaupten, nicht voll und ganz bei der Sache zu sein. Wenn er etwas tut, dann nur, weil er sich dessen zu hundert Prozent sicher ist, selbst wenn es noch so etwas belangloses wie ein schneller Supermarkteinkauf sein mag. Grundsätzlich ist XX als ein überaus selbstbewusster, selbstsicherer Mensch zu beschreiben, er ist sich seiner Wirkung auf andere in vollen Zügen bewusst und versteht sich darauf, diese Wirkung und seine gesellschaftlichen und sozialen Fähigkeiten in ganzer Bandbreite auszuschöpfen. Mit Charme, Eleganz und einem kecken Witz geht er an all seine Tätigkeiten heran, ob sie nun die Arbeit oder sein Privatleben betreffen mögen. Oft ist er auf angesagten Feiern und Veranstaltungen anzutreffen, behält sich dabei jedoch immer ein gewisses Niveau. Natürlich frönt auch er dem Alkohol - etwas, dem Alistair eher abgeneigt ist -, doch kennt er seine Grenzen und würde es nie bis zum Kontrollverlust kommen lassen. XX interessiert sich für ganz unterschiedliche Felder - Kultur in all ihren Facetten, die Kunst, die Musik -, er verfügt über ein breitgefächertes Allgemein- und Fachwissen, womit nicht nur seine Versiertheit, sondern auch seine Intelligenz zur Schau gestellt wird. Dieses Wissen weiß er in richtigem Maße zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen, um vor allem beruflich voranzukommen. So war es ihm in der Vergangenheit schon oft möglich, wichtige Sponsoren für den Chronicle zu gewinnen.


• spiegelbild •
Dies sind natürlich nur Vorschläge, jedoch würde ich mich sehr freuen, wenn einer davon angenommen wird, doch bin ich auch für weitere offen, obgleich ich mir trotzdem gerne ein kleines Vetorecht behalten würde.
» JAMIE DORNAN


» DAN STEVENS


» CHRIS EVANS




• probepost •
» [ x ] aus Sicht des Charakters ; [ ] ein alter Post ist ausreichend ; [ ] wird bei Bewerbung entschieden ; [ ] probeplay ; [ ] nein

• anmerkungen •
» In erster Linie wünsche ich mir natürlich, dass du ernsthaftes Interesse an dem Charakter hegst, ihn wirklich schreiben und ihm Leben schenken möchtest. Es wäre schön zu sehen, dass du dir viele eigene Gedanken gemacht hast, ihm eine Geschichte gibst, die über die, die ich vorgegeben habe hinausgeht, schließlich soll es ja zu deinem Charakter werden und es soll dir gefallen, ihn zu schreiben. Der Aufbau des Charakters sollte schlüssig und realistisch gestaltet sein, hierbei ist eine gewisse Ausführlichkeit natürlich auch gerne gesehen. Was meine Angaben betrifft, sind das natürlich nur Anhaltspunkte. Zwar habe ich bereits einiges vorgegeben, doch heißt das nicht, dass sich daran absolut nichts rütteln ließe. Grundsätzlich würde ich mich sehr darüber freuen, wenn man sich zuvor noch einmal in den Fragen absprechen könnte, Vorstellungen und Ideen austauschen und dergleichen.
Was das Postingverhalten betrifft, musst du dir bei mir auf jeden Fall keinen Druck machen. Ich bin selbst ein überaus gemütlicher Poster und bringe immer Verständnis entgegen, wenn es mal aus etwaigen Gründen länger dauert. Kreativität und Motivation kann und soll man schließlich nicht erzwingen und solange du mir, sollte es mal länger dauern, kurz Bescheid gibst, dass ich mir keine Sorgen machen muss, bin ich voll und ganz zufrieden. Ebensolches Verständnis, sollte es bei mir mal etwas dauern, erhoffe ich mir natürlich ebenso.
Nun bleibt mir nur noch eines übrig: Und zwar zu sagen, dass ich mich schon sehr auf dich freue, auf das viele gemeinsame Planen, das Schreiben, grundsätzlich ein angenehmes Schreiberlebnis!



IF TO DO WERE AS EASY AS TO KNOW WHAT WERE GOOD TO DO,

CHAPELS HAD BEEN CHURCHES, AND POOR MEN'S COTTAGE PRINCES' PALACES.

zuletzt bearbeitet 16.05.2019 12:45 | nach oben springen


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